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20.11.1999 - 9:00
B71 > Eimke - Lintzel
Abfahrt Brockhöfe im Schiessgebiet


"Christoph 19 D-HOFF" im Einsatz angefahren!

Gegen 8:35 ging ein Anruf bei der Polizei Uelzen ein. Der Anrufer meldete ueber Handy einen Unfall auf der B71 im Landkreis Uelzen. Da der Anrufer orts-un-kundig war, konnte nicht eindeutig geklärt werden, wo auf der B71 im Landkreis Uelzen der Unfall passierte.
Der sofort alarmierte Rettungshubschrauber
"Christoph 19" stieg hoch und flog zunächst die Strecke B71 Uelzen - Salzwedel ab. Hier konnte die Besatzung keinen Unfall entdecken. Zurück ging es Richtung Munster. In Höhe der Abfahrt Brockhöfe (im Schiessgebiet) zwischen Eimke und Lintzeler Kreuz fand die Besatzung das verunfallte Fahrzeug. "Christoph 19" landete, Arzt und Rettungssanitäter stiegen aus. Noch bevor die Unfallstelle abgesichert werden konnte, fuhr ein - aus Richtung Munster kommendes - Fahrzeug in den am Boden ausdrehenden Rettungshubschrauber von hinten hinein. Der Pilot sass noch in dem Hubschrauber. Ein LKW, der dem hineinfahrenden Fahrzeug folgte, konnte dem Hindernis gerade noch ausweichen. Doch eines der noch drehenden Rotorblätter riss dem LKW-Aufbau ein Loch in den Koffer. An dem Hubschrauber vom Typ BO-105 S entstand erheblicher Schaden. Durch die Berührung des Rotors mit dem LKW-Aufbau wurden die Triebwerke abrupt gebremst, sodass es, nach Auskunft eines Technikers der Wartungsfirma von "Christoph19", zu einer Überhitzung der Turbinen und zu einem Schaden am Getriebe kam. "Das ist ein Totalverlust", so der Techniker. Der Schaden wird auf 2,5 - 3 Millionen DM geschätzt.
"Die Strasse war zum Zeitpunkt des Unfalls spiegelglatt" sagte ein Mitglied der Feuerwehr Eimke, und weiter:"...der Unfall, zu dem der Hubschrauber kam, war gar nicht so schlimm. Alle Unfallbeteiligten sind nur leicht verletzt".
Der Hubschrauber wurde auf einem Tieflader verladen und abtransportiert. Eine Spezialfirma begann sofort mit dem Auskoffern des Seitenstreifens, da ausgelaufenens Kerosin in das Erdreich gesickert ist.
Pilot und Besatzung des Rettungshubschraubers blieben unverletzt. Der Ersatzhubschrauber steht ab Sonntag zur Verfügung.