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Ausgabe
08. Februar 2001
"SPD-Fraktion
hat Regieren gelernt"
Dr. Peter Struck auf Neujahrsempfang der Uelzener Parteibasis
Uelzen (bk). Das Wetter war schlecht und die Zeit für einenNeujahrsempfang
sowieso schon zu weit fortgeschritten, aber der Terminkalender eines
Bundestagsfraktionsvorsitzenden ist voll. Und so ließ sich die Uelzener
SPD-Parteibasis am vergangenen Sonntag nicht von Schnee und Eisglätte
verschrecken und war wild entschlossen, mit den Pfunden zu wuchern,
die eine Veranstaltung mit einem prominenten Mitglied aus dem eigenen
Ortsverein an Erfolg versprachen: Dr. Peter Struck war im "Astefix"
zu Gast. Nachdem die Ortsvereinsvorsitzende Ute Röhling einen Neujahrsempfang
als Resümee und Ausblick für Parteiarbeit ausgemacht hatte, wies sie
auf die bevorstehenden Veranstaltungen der Sozialdemokraten hin: Bürgermeisterkandidat
Otto Lukat wird jeden Monat mit seinem roten Wohnwagen in den Ortsteilen
Uelzens seinen "Otto-Info-Stand" eröffnen und so die heiße Phase des
Wahlkampfes einläuten. Am 13. Februar gibt es in der Stadthalle eine
Veranstaltung zur Schulpolitik, und am 25. Februar tut die Partei auf
ihrem Kinderfasching etwas für kleine Närrinnen und Narren. Man wolle
für die Kommunalwahl am 9. September Listen aufstellen, in denen "Innovation
und Erfahrung zusammen spielen", sagte die Stadtvorsitzende und rief
alle zur Mitarbeit und zu Ideenwettstreit auf. Nur so spiegele sich
der Generationenwechsel, der 1998 mit dem Sieg bei den Bundestagswahlen
vollzogen worden sei, auch in unserer Stadt wider. Von Peter Struck
war ein Bericht aus Berlin erwartet worden, den er in knapp 90 Minuten
zur Erläuterung der SPD-Bundespolitik nutzte. "Liebe Genossinnen und
Genossen" begrüßte er die Anwesenden, eine Formel, die in der SPD leider
immer mehr aus der Mode zu kommen scheint und die deshalb auffiel. Seine
Darstellungen der SPD-Politik, die er "ähnlich wie sein Kanzler" als
non plus ultra verkaufte, fanden unter Genossen und Sympathisanten natürlich
fast nur Zustimmung. Ob es um die Rentenreform (viele im Saal würden
davon sowieso nicht betroffen sein), die Steuersenkungen, den Abbau
der Staatsverschuldung und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ging,
es gab kaum Widerspruch.Interessant Strucks Ausruf: "Für einen Sozialdemokraten
gibt es nichts Wichtigeres, Leuten, die arbeiten wollen, auch Arbeit
zu geben. Es macht keinen Sinn, Arbeitslosigkeit zu finanzieren..."
So hört man es weiter links von der SPD auch. Sollte sich so eine sehr
frühe Koalitionsaussage für 2002 abzeichnen? Zur Kommunalwahl in Niedersachsen
gab Struck für Uelzen eine eindeutige Empfehlung, die natürlich Otto
Lukat hieß: "Wir brauchen keinen, der wirre Reden hält, wir brauchen
einen, den wir vorzeigen können, der juristisch gebildet ist." Ansonsten
verriet der Fraktionsvorsitzende nichts Spektakuläres, von Gesundheitsreform
bis zu BSE und der Darstellung von Politik in den Medien wich er keinem
der Stichworte aus, die die Bürger heutzutage umtreibt. Aber er hatte
eben auch ein Heimspiel an diesem Wintervormittag.
Ein Original wurde 30
Frank Wiechel feierte mit Prominenten
Uelzen (bk). "Weil ich gerne feiere und nette Leute um mich habe", begründete
Frank Wiechel, das nicht nur in unserer Stadt bekannte Udo-Lindenberg-Double,
die große Feier zu seinem 30. Geburtstag. Das Sänger-Vorbild konnte
diesmal zwar leider nicht kommen, da auf Tournee unterwegs, aber Promis
waren trotzdem da, beziehungsweise wurden im "Astefix" erwartet. So
Andy Feldmann, der Schöpfer der Werner-Filme, Peter Kroll-Vogel, Promi-Wirt
auf Mallorca und Dieter Becken, Großinvestor aus Hamburg, der schon
im letzten Jahr zehn Jahre Lindenberg-Double mitgefeiert hatte und immer
wieder gern nach Uelzen und zu seinem Freund Wiechel kommt. Auch solche
Exoten wie Julian Bartolomäi, Lamborgini-Händller aus Bremen, und Asphalt
Hütte, Sänger und Comedy-Akteur, sollten zu den Gästen stoßen. Ganz
besonders freute sich das Geburtstagskind über die originellen Geschenke
seiner Gäste und die vielen Glückwünsche. Musikalisch brachten die Bianca
Schomburg dar und die Gruppe "Rock Wood" aus Frankfurt/Oder. Man sieht
daran, dass der Gastgeber seine Kontakte inzwischen auch auf die neuen
Bundesländer ausgedehnt und dort neue Freunde gefunden hat. Die Fete
mit zirka 150 Besuchern ging bis tief in die Nacht, ob Frank Wiechel
mit dem hübschen Besen (siehe Foto) den Schnee vor der Tür gefegt hat,
ist nicht überliefert...
Geruhsame Schnäppchenjagd
- der
WSV geht in die letzte Phase
Uelzen (bk). Zwar waren die Bilder der Medien wie in jedem Jahr die
gleichen: Wartende Kunden stürmen die Wühltische der großen Kaufhäuser.
Ansonsten ließ sich der Winterschlussverkauf aber eher ruhig an. Die
Temperaturen gestalten sich weiterhin für die Jahreszeit zu mild, der
Winter lässt auf sich warten - was soll man also mit Pudel und dickem
Pullover? Aber aufgepasst: Im Februar soll Väterchen Frost so richtig
zuschlagen, prophezeien Wetterfrösche, die auf ihre Voraussagen schwören.
Also verpassen Sie nicht den Endspurt in dieser Woche, doch nach einer
schicken, warmen Jacke oder Stiefeln Ausschau zu halten. An das Darunter
darf man aber auch bei fallenden Außentemperaturen denken, wie unser
Foto beweist, das im Wäsche- und Dessousgeschäft "Apricot" in der Schuhstraße
Uelzen entstand.
Fehler beim Kreisverkehr
Uelzen. Unter der Überschrift "Neuerungen im Verkehr" berichete der
GA in der letzten Ausgabe über Änderungen in der Straßenverkehrsordnung.
Irrtümlich berichteten wir, dass Verkehrsteilnehmer, die in einen Verkehrskreisel
einfahren, Vorfahrt hätten. Das ist nicht richtig. Richtig ist, dass
Verkehrsteilnehmer, die sich bereits auf dem Kreisel befinden, Vorfahrt
haben. Wir bitten unseren Irrtum zu entschuldigen. Red.
Eine Woche in den Alpen verbracht
Böddenstedt/ Oberamdorf. Eine Woche lang genossen die Böddenstedter
Sportfreunde die herrliche Alpenregion. Mit der Bahn ging es vom Hundertwasser-Bahnhof
Uelzen nach Oberamdorf. Die Reise war von Irmtraud und Dieter Hufnagel
Bestens organisiert. Tolle Wanderungen nach Kufstein, Bayrischzell sowie
nach Insbruck standen auf dem Programm. Traumhaft schön war der Panoramablick
vom Wendelstein, wo bei herrlichem Sonnenschein sogar die Zugspitze,
Deutschlands höchster Berg, zu sehen war. Im Sporthotel "Wilder Kaiser"
konnten die Sportfreunde im Duschtempel, Fitnessraum und im Hallenbad
so richtig relaxen. Nachtwanderungen mit Fackeln sowie jeden Abend Live-Musik
und Tanz werden sicherlich bei allen Teilnehmern in bester Erinnerung
bleiben.
Gedeihliches Vereinsleben und zahlreiche
Ehrungen
Züchterverein mit Hauptversammlung
Uelzen. Die Mitglieder des Rassegeflügelzuchtvereins Uelzen und Umgebung
e. V. trafen sich zur diesjährigen Jahreshauptversammlung in der Uelzener
Hallengaststätte in der Eschemannstraße. Es war ein Mitgliederzuwachs
um 20 Prozent zu verzeichnen. Auch die jugendlichen Züchter sind mit
20 Prozent im Verein vertreten. Es stimmt eben alles in diesem Verein,
und die Liebe zum Tier verbindet alle. Ein guter Vorsitzender mit seinem
Team sorgt für Harmonie, Geselligkeit und Kameradschaft für ein gesundes
Vereinsleben. Auch eine Veränderung im Vorstand wurde vorgenommen: Für
den 2. Vorsitzenden Ulrich Dyck wurde Dr. Klaus Frese und für den bisherigen
Kassenprüfer, Karl Krickhahn, wurden Bernhard Engelhardt und Matthias
Dyck gewält. Vereinsnadeln in Gold und Silber wurden vom Vorsitzenden,
Matthias Behn, überreicht: Die Versammlungen im vergangen Jahr wurden
im Durchschnitt von 50 Prozent der Mitglieder besucht. Nach der offiziellen
Beendigung der Versammlung und gemeinsamem Essen wurde noch über diesjährige
Aktivitäten diskutiert.
Dies sind unter anderem:
+ Busfahrt in den Zoo Hannover
+ Beteiligung an der Landwirtschaftsausstellung
+ Kreisjugendverbandstreffen
+ Rassegeflügelausstellung.
Trittin und die falschen Anti-Atom-Lieder
Die zu erwartenden Proteste störten des Umweltministers
heile Öko-Welt bei seinem Besuch im Landkreis Uelzen
Bohlsen/Uelzen (bk). Am geschmackvoll gedeckten Tisch in der Bohlser
Mühle bekennt sich Jürgen Trittin dazu, dass er zu den Menschen gehöre,
die, wenn sie aus der Gemütsruhe heraus gekommen sind, mit einem guten
Essen ihr Gleichgewicht wieder zurück gewinnen. Das legt den Schluss
nahe, dass der Minister in letzter Zeit sehr viel gut essen musste.
Aber vielleicht hat ihm die endgültige, glaubhafte Distanzierung von
seiner Vergangenheit, von der als Hausbesetzer und linker Studentenfunktionär
auf Druck der Opposition, von der als Atomkraftgegner und Demonstrant
aus Koalitionsräson und Machterhaltungstrieb, ja gar keine schlaflosen
Nächte bereitet? Beim Besuch in der Bohlser Mühle jedenfalls gab sich
Trittin gelassen und angemessen interessiert im Gespräch mit Inhaber
Volker Krause, der über seinen Einstieg in die ökologische Produktion
erzählte. Vielleicht hatte er da schon für sich entschieden, dass er
Uelzens Bahnhof kurzerhand links (oder rechts?) liegen lassen würde.
Die Frage des regionalen Radios, ob er denn noch in der Kreisstadt erwartet
werden dürfe, überhört er geflissentlich bei seinem kurzen Statement
in die Mikrofone der zahlreich auf dem Hof des Ökobetriebes erschienenen
Medien. Das ist ohnehin ein Schlag ins Gesicht für seine ehemaligen
Demonstrationsfreunde im Wendland: Alle Bedingungen der Bürgerinitiative
und des Grünen-Kreisverbandes seien doch erfüllt, der Endlagerbau Gorleben
eingestellt. Im N3-Interview am Abend setzt er noch eins drauf: "Ich
muss mich doch sehr über Herrn Ehmke (Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg
- die Red.) wundern...Gerade als Atomkraftgegner muss man sich zu den
Transporten bekennen." Und gefälligst den Protest dagegen einstellen!
Mit solcher Art Meinungsäußerung hätte sich das Regierungsmitglied auf
dem Uelzener Hundertwasserbahnhof natürlich keine Freunde gemacht. Ganz
langfristig sei dieser Termin, auf dem Trittin auf Einladung der Kreistagsfraktion
Bündnis 90/Die Grünen über die ökologische Modernisierung in Deutschland
sprechen sollte, bestätigt gewesen, sagt eine enttäuschte Ariane Schmäschke,
Grünes Stadtrats-Mitglied. So mussten sich die örtlichen Vertreter,
wie Raimund Nowak, der über ökologisches Wirtschaften in der Region
sprach, anhören, was die angereisten Demonstranten eigentlich Jürgen
Trittin selber sagen wollten. "Das ist Prostitution, was da betrieben
wird", rief ein aufgebrachter junger Mann. Ja, die Politik ist eine
Hure - dieser Spruch ist uralt. Leider bestätigt er sich in jedem Jahrhundert
in vielen Varianten aufs Neue. "Diese Technokraten der Macht...", wettert
Hansel Sauerteig aus Lüchow. "Ich benutze schon gar nicht mehr den Begriff
Rechtsstaat, weil sich der Staat das Recht macht, wie er will." Trotzdem
war die Stimmung irgendwie heiter zwischen den vielen Traktoren und
Transparenten. "Es ist doch gut, dass unser angekündigter Protest schon
reicht, ihm ein schlechtes Gewissen zu machen", ist unter den Landwirten
zu hören. Ob das mit dem schlechten Gewissen wirklich geklappt hat?
Die Beamten der Polizei, des BGS und die Vertreter der Medienanstalten
waren eindeutig in der Mehrzahl, und so hatte ziemlich jeder, der per
Trecker vorfuhr, Gelegenheit, seine Meinung in irgendeine Kamera zu
sagen. Die zufällig anwesende Regierungspräsidentin Ulrike Wolff-Gebhardt
hatte Gelegenheit zur Kontaktpflege mit ihren Beamten. Dem Chef der
Uelzener Polizei, Hans-Jürgen Felgentreu, war anzusehen, dass er einen
"heißeren" Nachmittag erwartet hatte. Manchmal lugte sogar die Sonne
zwischen den Schneewolken und Livemusik sorgte letztlich für ein I-Tüpfelchen.
Nur der, für den der ganze Aufwand betrieben worden war, und der von
Reporterkollegen wegen seiner Absage schon mal als "Weichei" bezeichnet
wurde, schmiegte sich schon lange wieder in seine Staatskarosse. Angeblich
auf dem Weg zu wichtigem Termin nach Hamburg. Wie wichtig sind einem
Minister Termine mit seiner Parteibasis und seinen Wählern? Diese Frage
hat sich bestimmt an diesem Nachmittag so mancher auf dem Bahnhofsvorplatz
in Uelzen gestellt.
Die Grünen spenden
Kreis Uelzen. Über die 1999 erfolgte Erhöhung der Kreistagsdiäten können
sich nicht nur die Abgeordneten freuen, so die Grünen, sondern auch
soziale und kulturelle Einrichtungen. Denn die grüne Kreistagsfraktion
investiert seit 18 Monaten ihre Diätenerhöhung in das Projekt KUSS (Kultur-
und Sozialsponsoring). "Wir hatten die Selbstbedineung der anderen Parteien
satt und haben sie deshalb stark kritisiert", so der grüne Kreistagsabgeordnete
Jürgen Flesch. Aber den Worten sollten auch Taten folgen. So hatten
Flesch und seine Fraktionskollegen im vergangenen Jahr unter anderem
den Waldorfkindergarten in Weste und das Mediencafé von Radio ZuSa gefördert.
In diesem Jahr dürfen sich gleich drei soziale Einrichtungen über eine
Spende freuen: Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter, der Pfadfinderstamm
"St. Hubertus" und das "Untypische Gasthaus" in Dreillingen. Wer ebenfalls
"KUSS" unterstützen möchte, kann seine Spende auf das Konto 25361 (
Stichwort: "KUSS") bei der Sparkasse Uelzen einzahlen.
CDU-Forum im Internet
Celle. Die CDU Celle diskutiert das Thema "Standortschließungen Bundeswehr"
kann jetzt auch im Internet. Im Diskussionsforum der Homepage der CDU
Celle haben Interessierte die Möglichkeit, ihre Meinung zu den Standortschließungen
zu sagen. Die Internetadresse der Celler CDU lautet:www.cdu-celle.de
Emotionen zwischen Erleichterung und Enttäuschung
Einstimmiger Ratsbeschluss zu Sommerbädern Stadensen und Wieren Kallenbrock
(bk). Das Schützenhaus Kallenbrock war in den vergangenen Monaten die
Kulisse für spannungsgeladene Abende. In der vergangenen Woche fand
dies zumindest einen vorläufigen Abschluss: Auf einer öffentlichen Ratssitzung
der Samtgemeinde Wrestedt fiel ein einstimmiger Beschluss, die Sommerbäder
Stadensen und Wieren zu erhalten. "Manche Dinge gehen recht unspektakulär
über die Bühne", meinte Ratsvorsitzender Lutke Ebeling, der die Sitzung
leitete, lakonisch. Er betonte aber gleichzeitig gegenüber den wieder
sehr zahlreich erschienenen Bürgern: "Wir verlagern ein großes Stück
Verantwortung auf Sie. An dieser Stelle ein Dank, weil Sie sich eingesetzt
haben und weil Sie konstruktiv mit den Gremien zusammen gearbeitet haben."
Das ging vor allem an die Adresse der Aktivisten der Interessengemeinschaft
Sommerbad Stadensen (ISO), die erst kürzlich zum eingetragenen Verein
mutierten, und die Vorarbeiter der Aktion Sommerbad Wieren. Natürlich
war der Abend nicht ungetrübt. Denn während man sich in Stadensen freut,
eine Chance erhalten zu haben, und Joachim Evers von der "ISO" eigens
für den einmütig agierenden Rat ein Trommelsolo bestellt hatte, nannte
Dieter Schoop von der Aktion Sommerbad Wieren das ganze "keine Glanzleistung".
"Man erwartet von engagierten Hobbypolitikern, dass sie einen Beschluss
vorlegen, dem die Ratsmitglieder dann zustimmen können", rief er verbittert
unter dem Beifall der Anwesenden in den Saal. Fakt bleibt aber dennoch:
Die Erhaltung von zwei Bädern war im jetzigen Rahmen zu teuer (mit bis
zu 300.000 Mark im Jahr). Die Stadenser und Wierener haben ein beispielloses
Engagement bewiesen, auch wenn die Wierener Konzeption nach Meinung
des Rates auf noch etwas wackeligen Füßen steht, zu wenig konkret ist
in Sachen Kosteneinsparung. Eine Garantie ist der einstimmige Ratsbeschluss
ohnehin nicht. Denn gehen die Besucherzahlen weiter zurück, ist der
Bedarf für zwei Bäder in der Samtgemeinde einfach nicht gegeben, "dann
haben wir unser Pulver verschossen", sagte Samtgemeindebürgermeister
Harald Benecke. Das bedeute dann auch das mittelfristige Aus für beide.
Der Beschluss sei lediglich die Grundlage für weitere harte, konkrete
Arbeit. Und dabei regiert der Sparzwang! So wird im Jahr 2001 der Betrieb
in beiden Bädern aufrecht erhalten. In Stadensen sollen die Vorschläge
zur Kosteneinsparung konkret realisiert werden, ab 2002 entlässt die
SG das Bad aus ihrer Trägerschaft. Über dann noch zu gewährenden Kostenzuschuss
wird zu beraten sein. Wird die Konzeption für Kosteneinsparungen im
Wierener Bad nicht konkretisiert, sieht sich die Gemeinde gezwungen,
im Jahr 2002 das Angebot Sommerbad drastisch zu reduzieren. Die Eintrittsentgelte
werden in Wieren bereits 2001 erhöht, in Stadensen nur, wenn der Badebetrieb
beheizt abläuft. Es gibt also noch eine Menge Beratungs- und Diskussionsbedarf,
denn mehr als 150.000 Mark im Jahr will sich die Samtgemeinde ihre zwei
Bäder nicht kosten lassen.
Wankt jetzt auch der Zuckermarkt?
Interessante Informationsveranstaltung der Nordzucker AG Uelzen
(bk). "Auch hier wäre Existenzangst leicht zu schüren, aber genau das
wollen wir nicht", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Nordzucker
AG, Klaus Wittenberg. Und er bezog diese Äußerung auf die in ein paar
Jahren quasi Freigabe des Zuckermarktes weltweit. Die Nordzucker AG
hatte an ihrem Standort Uelzen zum Informationsgespräch eingeladen.
Neben der Regierungspräsidentin Ulrike Wolff-Gebhardt waren dem Uelzens
Bürgermeister Günter Leifert, Ratsmitglieder und Fraktionsvorsitzende
gern gefolgt. Vorstandsvorsitzender Götz von Engelbrechten sprach engagiert
und anschaulich über die Entwicklung der norddeutschen Zuckerindustrie
im Allgemeinen und den Strukturwandel nach der Fusion ZAG Uelzen/Braunschweig
und ZVN (Zuckerverbund Nord) zu Nordzucker im Besonderen. "Wir waren
von den Zielen dieses Zusammenschlusses überzeugt", sagte er. Die Realität
und der Erfolg geben den Bemühungen Recht: Es gibt eine nachhaltige
Sicherung des Zuckerrübenanbaus, die bäuerliche Eigenstruktur wird erhalten,
Nordzucker hat sich als schlagkräftiges Unternehmen positioniert. Letzteres
nicht erst durch den Zukauf von Unternehmen auf dem Gesundheitssektor.
"Wir wollen Branchenbester in Europa werden", steckt von Engelbrechten
die ehrgeizigen Ziele ab, und Nordzucker hält bereits Marktanteile in
der Slowakei, Tschechien und Polen. Die Bemühungen dort sind aber noch
lange nicht abgeschlossen. Götz von Engelbrechten machte den Anwesenden
klar, warum die Zuckermarktordnung, gut funktionierender Teil der EU-Agrarpolitik
und seit 1968 in Kraft, unbedingt erhalten bleiben muss, mit dem Beitritt
osteuropäischer neuer Partner ausbaufähig ist. Mit einiger Sorge sehe
man Politikerversprechen an Entwicklungsländer, die gerade auf dem Zuckersektor
Zugang zum europäischen Markt bekommen sollen. Diese Frage treibt auch
Ulrike Wolff-Gebhardt um und zum Kontakt mit den Verantwortungsträgern
in Berlin: "Welches sind die Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt in der
Region, wenn die Zuckermarktordnung fällt", fragt sie in die Runde.
Eine Antwort kann es heute darauf nicht geben. Die Nordzucker AG ist
ein starkes Unternehmen, wie sehr anschaulich klar gemacht wurde. Mit
100 Millionen Investition allein am Standort Uelzen für das neue 80.000
Tonnen Silo, den Rübenhof und das Service Center wird man Konkurrenz
gut stand halten können.
Für ein kühles Blondes unabdingbar
Landwirtschaftskammer lud zur 49. Landesbraugerstenschau Uelzen
(bk). "Hopfen und Malz - Gott erhalt's". An der Vervollständigung dieses
Spruchs aller Bierbrauer scheiterte in einem Fernsehquiz jüngst die
Kandidatin bereits mit der 200-Mark-Frage. Nun, die Teilnehmer der 49.
Landesbraugerstenschau, zu der die Landwirtschaftskammer Hannover geladen
hatte und die in der vergangenen Woche in der Stadthalle in Uelzen statt
fand, hätten mit dieser Art Reim keinerlei Problem gehabt. Aus ganz
Niedersachsen war Fachkompetenz zur Vortragsveranstaltung in die Hundertwasser-Stadt
gekommen, um über Ergebnisse ihrer Arbeit und "die Koordinierung der
Anforderungen an Anbauer und Verwerter", so Arbeitsgemeinschaftsvorsitzender
Hans-Jürgen Seele, zu sprechen. Trotz deutlichen Flächenrückgangs (Abnahme
um 10.000 Hektar) lagen die Erträge im vergangenen Jahr mit 50 Dezitonnen
pro Hektar im guten Durchschnitt. Insgesamt wurden damit im Jahr 2000
170.000 Tonnen dieser wichtigen Voraussetzung für ein gutes Bier produziert.
Der Laie würde in den im Foyer der Stadthalle ausgestellten Braugersten-Mustern
niemals einen Unterschied erkennen können. Auch tragen sie nicht so
klangvolle Namen, wie etwa Kartoffelsorten. Dem fachmännischen Blick
der angereisten Landwirte und Vertreter der Vermarktungsfirmen entgehen
Qualitätsmängel aber nicht. Einen ganzen Vormittag lang standen die
kleinen Körner im Mittelpunkt allen Interesses. Es wurde gesprochen
über Ergebnisse der Anbau- und Sortenversuche 2000 sowie Sortenempfehlungen
2001, über gezielten Pflanzenschutz und Anforderungen zur Erhaltung
und Verbesserung der Verarbeitungseigenschaften und der Malzqualität.
Geld vom Arbeitsamt Uelzen.
In kurzer, leicht verständlicher Form gibt die handliche Broschüre "was?
wie viel? wer?" in Stichworten einen Überblick zu den finanziellen Hilfen
der Arbeitsämter. Die Informationsschrift ist ein wichtiger Ratgeber
für Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen. In der neuen Ausgabe
wurden alle gesetzlichen Änderungen berücksichtigt. Personalchefs erfahren
zum Beispiel, welche finanziellen Leistungen in Betracht kommen können,
wenn sie arbeitslose Jugendliche, Schwerbehinderte oder Langzeitarbeitslose
einstellen wollen. Beschrieben werden auch alle arbeitsmarktpolitischen
Hilfen wie etwa mögliche Eingliederungszuschüsse bei Neueinstellungen
oder die Leistungen nach dem Altersteilzeitgesetz. Nützlich ist das
Anschriftenverzeichnis aller Dienststellen der Arbeitsverwaltung im
Bundesgebiet im Anhang der Broschüre. Zu finden sind dort auch die Anschriften
und Telefonnummern der Berufsinformationszentren (BIZ), der JOB-Vermittlungsstellen,
der Hochschulteams sowie der Fachvermittlungseinrichtungen und der Künstlerdienste.
Der Ratgeber "was? wie viel? wer?" wird ab sofort bei allen Geschäftsstellen
des Arbeitsamtes in Uelzen, Dannenberg, Lüchow und Soltau kostenlos
ausgegeben. Weitere aktuelle Informationen über Dienste und Leistungen
der Arbeitsverwaltung sind im Internet unter www.arbeitsamt.de abrufbar.
Wie sicher ist Hermes?
Lüneburg. Werden in Ihrem Unternehmen Geschäfte mit hohem wirtschaftlichen
und politischen Risiko getätigt? Haben Sie bereits nach einer kostengünstigen
Risikoabdeckung derartiger Geschäfte gesucht? Dann sollten Sie als Exporteur,
der laufend ausländische Kunden in verschiedenen Ländern beliefert,
dieses Risiko durch die Ausfuhr-Pauschal-Gewährleistungen des Bundes
minimieren. Absicherung für Exporteure Die Exportwirtschaft erhält mit
diesem Instrumentarium eine umfassende, verwaltungsmäßig einfache und
kostengünstige Absicherung gegen wirtschaftliche und politische Ausfuhrrisiken.
Um den im Export tätigen Firmen einen tieferen Einblick in die Ausfuhr-Pauschal-Gewährleistung
zu ermöglichen, findet am 7. Februar 2001 um 10.30 Uhr in der IHK Lüneburg-Wolfsburg,
Am Sande 1, 21335 Lüneburg, in Zusammenarbeit mit der Hermes Kreditversicherungs-AG
eine Informationsveranstaltung statt. Die Teilnahme an dem Informationstag
ist kostenlos. Anmeldungen nimmt die IHK unter Tel. 04131/ 742-127,
Fax 742-180, E-Mail: bock@lueneburg.ihk.de, entgegen.
Gute Plätze bei Wettbewerb
Lüneburg. Am Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" in Lüneburg nahmen
auch Schüler der Musikschule für Kreis und Stadt Uelzen teil und erreichten
gute Platzierungen. Übersicht Fach Violine: Mara Neugebohren, Altersgruppe
I b , 3. Platz; Inga Schuchmann, Altersgruppe II, 2. Platz; Hanna Brockmann,
Altersgruppe III , 2. Platz; Wiltrud Weidner, Altersgruppe IV, 1. Platz.
Inga Schuchmann und Hanna Brockmann waren bereits bei einem früheren
Wettbewerb erste Preisträger im Fach Violine-Duo und Hanna Brockmann
zusätzlich erste Preisträgerin im Fach Violine-Solo.
Marschall
bei der IHK Lüneburg.
Die Möglichkeiten regionaler Wirtschaftkooperationen standen im Mittelpunkt
des Gesprächs, zu dem IHK-Hauptgeschäftsführer Jens Petersen den Marschall
der Wojewodschaft Niederschlesien Prof. Dr. Jan Waskiewicz in der IHK
empfing. Petersen machte seinem polnischen Gast gegenüber deutlich,
wie vielfältig bereits heute die Geschäftsbeziehungen von Unternehmen
des IHK-Bezirks mit dem örtlichen Nachbarland sind und welchen hohen
Stellenwert die Kontakte zur polnischen Wirtschaft für die IHK haben.
Waskiewicz erläuterte seinen deutschen Gesprächspartnern die wirtschaftliche
Situation in Niederschlesien. Dabei wurde eine Reihe von Parallelen
zum IHK-Bezirk deutlich. So spielen auch in Niederschlesien die Automobilindustrie
mit ihren Zulieferern, die Ernährungswirtschaft und der Tourismus eine
besondere Rolle. Eine besondere Attraktivität erhalte das Gebiet für
ausländische Investoren durch das hohe Angebot an Hochschulabsolventen
aus den Reihen der rund 100.000 Studierenden im ehemaligen Breslau.
Von besonderer Bedeutung für die Entwicklung der Region sei inzwischen
die Einrichtung eines "Niederschlesischen Davos" in Kreisau. Der dort
geführte Dialog von Politik und Wirtschaft führe immer wieder zu neuen
regionalwirtschaftlichen Initiativen.
Gute Jugendarbeit als Grundlage für gute Wettkampfergebnisse
Melzingen. Der Spielmannszug hatte extra seinen Übungsabend verschoben,
um die Generalversammlung des Melzinger Schützenvereins mit neu einstudierten
Stücken zu eröffnen. Nachdem der erste Vorsitzende Hans-Ludwig von Meltzing
den amtierenden König Horst Flügge und den Ehrenvorsitzenden Albert
Freidrichs begrüßt hatte, nahm er die Ehrungen verdienter Mitglieder
vor. Für seine Verdienste als Schützenkönig erhielt Flügge vom ersten
Vorsitzenden die traditionellen silbernen Eicheln. Ebenfalls mit silbernen
Eicheln wurde Andreas Bunk für seine aufopferungsvolle Arbeit als Jugendleiter
ausgezeichnet. Dass der Melzinger Schützenverein sehr gute Jugendarbeit
leistet, zeigt sich auch in zahlreichen Wettkämpfen und Vergleichsschießen.
Hier erzielte der Verein im vergangenen Jahr stets gute Ergebnisse.
Weiter blickte von Meltzing in seinem Jahresbericht auf die Aktivitäten
des vergangenen Jahres zurück: Das Vereinsjahr begann traditionell mit
Kopfwurstessen für die Dorfgemeinschaft. Auch der Spieleabend, den der
Verein seit Jahren ausrichtet, war gut besucht. Als Besuchermagnet erwies
sich auch das vom Schützenverein organisierte Osterfeuer. Einer der
Höhepunkte im abgelaufenen Vereinsjahr war die Festveranstaltung zum
Patenschaftsjubiläum mit der Melzinger Patenbatterie aus Munster, das
die Schützen gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr, der Dorfjugend,
dem Altenkreis, den Mitgliedern des Schwienauer Gemeinderates und der
Melzinger Dorfgemeinschaft auf die Beine gestellt hatten. Die Verbundenheit
der Melzinger zu ihrer Patenkompanie zeigte sich auch bei der gemeinsamen
Kranzniederlegung zum Volkstrauertag zusammen mit den Mitgliedern der
Freiwilligen Feuerwehr am Melzinger Dorfbrunnen. Ausführlich war der
Jahresbericht von Schießsportleiter Günther Bunk: Er berichtete von
den erfolgreich durchgeführten Vereinsmeisterschaften Kleinkaliber,
Luftgewehr und -pistole. Kreismeister in der Einzelwertung Luftgewehr
wurde Marlis Seifert. Erfolge erzielte der Verein bei den Landesmeisterschaften
in Hannover. Der absolute Höhepunkt des Jahres war das Ausschießen des
Jahrtausendkönigs: Um allen Schützen die Möglichkeit zu geben Jahrtausendkönig
zu werden, wurden die Sperrfristen zur Wiedererlangung der Königswürde
aufgehoben. Jahrtausendkönig wurde die amtierende Majestät Horst Flügge,
der nun ein weiteres Jahr mit seiner Frau Gundula regieren wird. Bei
den anschließenden turnusgemäßen Neuwahlen gab es keine großen Veränderungen:
der stellvertretende Vorsitzende Detlef Seifert sowie Schießsportleiter
Günther Bunk wurden einstimmig wiedergewählt.
Schule ohne Rassismus
Jugendprojekt an der Fritz-Reuter-Schule Bevensen (KGS)
Bad Bevensen (ehs). "Schule Ohne Rassismus" - davon Nathalie M. und
Anne B. von ihrem Politiklehrer Rolf Hartmann im Unterricht und wurden
aktiv, begeistern sich für dieses Projekt. Es ist 1988 in Belgien entstanden,
als sich Schülerinnen und Schüler, Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeit
in Antwerpen zusammensetzten, um zu überlegen, wie dem Rassismus das
Wasser abgegraben werden kann. Sie suchten nach einer Idee, mit der
viele Gruppen und Initiativen ihre Energie bündeln können, um die Wirkungen
der Antirassismusarbeit auszuweiten. Ihr Projekt hat sich heute zu einer
Bewegung entwickelt, die öffentlichkeitswirksam und erfolgreich in Belegen
und in den Niederlanden wirkt, als Pilotprojekt der europäischen Jugendkampange
"all different - all equal" 1995 in Deutschland, Frankreich und England
gestartet ist. Vorurteile müssen aus der Welt geschafft und jegliche
Diskriminierung verhindert werden. "Respekt und Toleranz sind die Stichworte",
so die beiden Schülerinnen, die am Anfang ihrer Arbeit stehen, das Projekt
den Lehrkräften vorgestellt haben, jetzt eine Arbeitsgemeinschaft gründen
und in die Klassen gehen, Aktionen planen. Erste Voraussetzung für eine
"Schule Ohne Rassismus" ist, dass Regeln diskutiert werden. Eine Neinsagen
zum Rassismus, das heißt, Sorge dafür tragen, dass andere nicht wegen
ihres Glaubens, des Geschlechts und der sexuellen Orientierung, ihrer
Hautfarbe und Herkunft, einer Behinderung, der Schulart usw. diskrimiert
werden. "Für uns bedeutet es eine Schule ohne seelische und körperliche
Gewalt ohne jegliche Diskriminierung und Verletzung", führen die beiden
Initiatoren aus der 10. Klasse weiter aus. "Das fängt schon im Kleinen
und nahezu unbemerkt an, mit fiesen Wörtern und Sprüchen im alltäglichen
Sprachgebrauch, dem Wegschauen, wenn andere fertiggemacht werden...".
Die Regeln im Miteinander müssen erstmal "in die Köpfe" und Akzeptanz
finden. "70% aller Schüler, Lehrer und Mitarbeiter der Schule müssen
sich in eine Liste tragen, Aktionen laufen, Diskriminierung und Hass
im Unterricht thematisiert werden,- bis dann irgendwann ein Schild "Schule
ohne Rassismus" an der KGS hängt, mahnt, dem heimlichen und offenen
Rassismus, dem Extremismus, der Diskriminierung und Gewalt engagiert
entgegenzutreten - es auch als künftige Aufgabe zu sehen und nicht als
einmaliges Jugendprojekt. Bisher haben übrigens in Deutschland erst
40 Schulen diesen Titel, befolgen erfolgreich die Regeln und Grundsätze
Eröffnung rückt in greifbare Nähe
Neues B&K BMW-Autohaus kurz vor seiner Fertigstellung
Uelzen (bk). Axel Bahr, der Filialleiter des B&K BMW-Autohauses in Uelzen
bedankt sich am Ende des Gesprächs für die guten Wünsche nach starken
Nerven. Aber eigentlich geht es jetzt ja in die letzte Kurve, der sportlichen
Vergleich sei erlaubt. Nachdem die Abteilung für Gebrauchtwagen mit
dem kompetenten B&K-Ansprechpartner Oliver Viets bereits auf dem neuen
Firmengelände Nordallee/Fischerhofstraße erreichbar ist (Telefon 0581/9700044),
zieht am Wochenende Ende Februar die gesamte Mannschaft nach. Ab Montag,
26. Februar, werden alle, der Verkauf, die Werkstatt und die Zweiradabteilung
im Gewerbegebiet an der B4 erreichbar sein. Wer den Baufortschritt verfolgt,
scheint das für unmöglich zu halten, aber in dem neuen, attraktiven
Gebäude haben nur noch die Möbeltischler ihre Arbeit zu verrichten.
Alles andere ist fertig. Die großzügige Neuwagenhalle, das originelle
Rondell der Büros, die Motorrad-Ausstellung und die Werkstätten für
Auto und Zweirad verfügen dann endlich über den Platz, den eine anspruchsvolle
Präsentation braucht, eine moderne Werkstatt mit all ihren Leistungen
beansprucht. Natürlich wird es eine große Eröffnungsfeier geben, verspricht
Axel Bahr. "Mit vollem Programm", wie er sagt. Die aber erst am Wochenende
des 17. und 18. März. Dann ist das Wetter freundlicher und das erste
Grün um den 2.000 Quadratmeter großen Neubau wird auch sprießen... ..
Airbus Lüneburg
Lüneburg. Was nur um alles in der
Welt hat der Funkspruch ,,Romeo Papa" mit Lüneburg zu schaffen? Sehr
viel, denn der Airbus, der den Namen Lüneburg trägt, hat die Kennzeichen
D-AIRP und wird deswegen im Funksprechverkehr ,,Romeo Papa" genannt.
Als vor 25 Jahren der erste Airbus der Lufthansa auf den Namen Lüneburg
getauft wurde, wurde mit viel Aufwand gefeiert. Mittlerweile ist schon
der dritte Airbus namens ,,Lüneburg" ein Botschafter der Lüfte für die
Salzstadt, also schon etwas Routine. Und diese dritte Maschine übernahm
die Lufthansa vor fünf Jahren, am 31. Januar 1996, die Taufe folgte
im August. Also stehen gleich zwei Geburtstage an. Ein Zufall wollte
es, dass auch Oberbürgermeister Ulrich Mädge im vergangenen Jahr mit
der ,,Lüneburg" flog. Der Airbus ,,Lüneburg", da ist sich der OB sicher,
sei eine ausgezeichnete Werbung für die Stadt, allemal weil sie zwei
gute Produkte miteinander verbindet: die Markennamen Airbus und Lüneburg.
Künftig erhoffe sich die Stadt, wenn der neue Airbus A380 in Hamburg
gebaut wird, auch einen Beschäftigungsschub für die Region Lüneburg.
Schließlich sollen tausende von Arbeitsplätzen entstehen - wenn die
Gerichte das Vorhaben nicht doch stoppen. Zur Geschichte: Der erste
Lüneburg-Airbus wurde im Mai 1976 getauft, das zweite Flugzeug dieses
Namens ging 1983 an den Start.
Gewinner der "Flirt-Party"
Die Gewinner der "Erotic Flirt Party" -Telefonaktion des General-Anzeigers
heißen: 1. Daniela Steinicke, Holdenstedt
2. Iris Lehmker, Uelzen
3. Stefanie Kutschka, Uelzen
4. Sven Hentschel, Hohnstorf
5. Carmen Korn, Uelzen
Katastrophale Streichliste
Lüneburg (sp). Im Zuge des Truppenabbaus bei der Bundeswehr soll Lüneburg
eine ganz bittere Pille schlucken, der Standort wird von 2205 Soldaten
und Zivilbeschäftigten auf 1640 verkleinert. Das Panzerbataillon 84
in der Schlieffen-Kaserne und die Panzerkompanie 80 in der Theodor-Körner-Kaserne
stehen auf der Streichliste von Verteidigungsminister Rudolf Scharping.
"Diese Liste ist eine Katastrophe für Lüneburg", sagt Oberbürgermeister
Ulrich Mädge, "ein schwarzer Tag für den Standort Lüneburg, wir haben
hier in der Region mit harten Fakten und viel Emotion seit dem Früjahr
vergangenen Jahres für den Erhalt des Standortes in seiner bisherigen
Größe gekämpft, und wir werden dies auch weiterhin tun." Landrat Franz
Fietz: "Hier geht das ganze schwere gerät weg, das wir bei Waldbränden
oder Hochwasserkatastrophen dringend benötigen." Sowohl fietz wie auch
Mädge sind sich einig: "Dieser Enrwurf des Verteidigungsministeriums
ist so nicht nachzuvollziehen. Noch ist das letzte Wort nicht gesprochen.
Diese Liste lässt noch Fragen offen." Die gemeinsamen Bemühungen von
Stadt und Kreis sehen die beiden Verwltungschefs dennoch nicht als völlig
erfolglos an. Neben dem Panzeraufklärungsbataillon 3 wird Lüneburg jetzt
offenbar zwei Versorgungskompanien erhelten. Dahinter verbergen sich
wahrscheinlich die Instandsetzungs- und die Nachschubkompanie, die jetzt
schon hier stationiert sind und neu und größer zugeschnitten werden.
Abzuwarten bleibt, wie sich die Bundeswehrstruktur bei den Aufklärerbataillonen
auswirkt. Auch hier könne Lüneburg noch Unheil drohen, also ein Truppenabbau,
so Mädge. er führte am Montag Telefongespräche mit dem Verteidigungsministerium,
dem Innenministerium in hannover und Kommandeuren am Standort. "Ich
fordere das Verteidigungsministerium auf, siene Entscheidung gegen den
Standort Lüneburg anhand der selbst aufgestellten 49 Kriterien offen
zu legen, da sonst der eindruck entstehen könnte, das nicht nur nach
Sachargumenten entschieden wurde." Völlig offen ist die Frage, wie die
reduzierung sich auf die Standortverwaltung auswirkt, dazu waren Montagmorgen
noch keine klaren Aussagen zu bekommen. Die Bundeswehr ist in Lüneburg
bisher in folgenden einheiten vertreten: Panzerbataillon 84, Panzeraufklärungsbataikllon
3, Heeresmusikkorps 3, Panzerpionierkompanie 80, 5.Kompanie des Instandsetzungsbataillons
141, Teile der 8. Kompanie des Nachschubbataillons 11, Verteidigungsbezirkskommando
25, Sanitäter, Kreiswehrersatzamt und Standortverwaltung. Die Streichliste
sorgte auch bei den Bundeswehr-Kommandeuren am Standort für Verwirrung.
Oberstleutnant Manfred Ertl vom Panzerbataillon 84: "Wir kommen gerade
von einer zweiwöchigen Übung aus Bergen-Hohne zurück, und dann diese
Nachricht, traurig, wir haben hier einen intakten Verband, eine traumhafte
Kaserne und jede Infrastruktur. Uns hat das parteiübergreifende Engagement
der Politiker für uns beeindruckt, aber wir als Soldaten haben, so schwer
es auch fällt, die Entscheidung auszuführen." Montagmorgen hat Scharping
den Verteidigungsausschuss des Bundestages über Pläne informiert. Jetzt
wird am 31. Januar das Bundeskabinett über den Entwurf unterrichtet.
Mit den Ministerpräsidenten der Länder wird das Konzept möglichst in
der ersten Hälfte des Februar offiziell erörtert. Noch Anfang der 90er
Jahre dienten mehr als 5000 Soldaten in Lüneburg, heute sind es noch
rund 2000. Die Planungen laufen im Verteidigungsministerium unter dem
Titel: "Die Bundeswhr der Zukunft- Feinplanung und Stationierung". Demnach
wird die künftige Bundeswehr in 462 Standorten stationiert bleiben.
In 40 Standorten wird der Umfang wesentlich reduziert. 39 Standorte
(ohne Kleinstandorte) werden geschlossen. Die genaue Anzahl der zu schließenden
Liegenschaften kann erst mit Abschluss der noch ausstehenden Standort-
und Liegenschaftsoptimierung entschieden werden. Die Zahl der Kleinstandorte
mit bis zu 50 Dienstposten wird von heute 166 auf insgesamt 74 verringert.
Dabei werden 20 Standorte geschlossen. Hinzu kommen 77 Gemeinden, in
denen weiterhin Soldaten und zivile Mitarbeiter der Bundeswehr Dienst
leisten werden, deren Dienstellen ihre Eigenständigkeit aber verlieren.
Hierzu zählen etwa Wehrdienstberater, Güteprüfstellen und Verbindungskommandos.
Einfachere Förderung
Uelzen. Das Förderungsrecht für die Einstellung Schwerbehinderter ist
neu geregelt worden. Mit dem Gesetz zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit
Schwerbehinderter, das am 1. Oktober 2000 in Kraft getreten ist, wurde
die "Besondere Förderung der Einstellung und Beschäftigung Schwerbehinderter"
nach dem Schwerbehindertengesetz aufgehoben und durch zusätzliche Fördertatbestände
für die Gewährung von Eingliederungszuschüssen im Dritten Sozialgesetzbuch
ersetzt. "Durch die Einbindung der Förderleistungen für Schwerbehinderte
in das SGB III wird eine Verwaltungsvereinfachung und bessere Transparenz
für die beteiligten Stellen erreicht" versichert Arbeitsberater Horst
Kriegel vom Arbeitsamt Uelzen. Einen "Eingliederungszuschuss für besonders
betroffene Schwerbehinderte", so der Name der neugeschaffenen Leistung,
können Arbeitgeber nun auch bei der Einstellung eines Schwerbehinderten
erhalten, der wegen Art und Schwere der Behinderung im Arbeitsleben
besonders betroffen oder langzeitarbeitslos ist.Schwerbehinderte sind
nach einer Integrationsphase in der Regel meist voll leistungsfähig.
Viele Behinderungen werden durch andere Fähigkeiten und Qualifikationen
kompensiert. Voraussetzung ist allerdings, dass der Arbeitsplatz behindertengerecht
eingerichtet ist. Weitere Infos erteilt das Arbeitsamt unter Tel. 0581/939-223
Mangelhafte Fahrzeuge
Uelzen. Im vergangenen Jahr hat sich der sicherheitstechnische Zustand
der in Uelzen geprüften Pkw gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Dies
teilt der TÜV Nord mit. So betrug der Anteil der TÜV-geprüften Fahrzeuge
ohne Mängel 39,4 Prozent auf, im Vorjahr waren es 37 Prozent. Leicht
zurückgegangen ist der Fahrzeuganteil mit schweren Mängeln: Von 18,6
auf 15, 2 Prozent.
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