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Ausgabe 21. Juni
2000
Gerd Witt König des Jahres
2000
Uelzener Schützengilde feierte den Rottmeister aus Molzen
Uelzen (jm). So vollbesetzt wie bei der Königsproklamation
sieht man den Festsaal der Stadthalle nicht oft. Verständlich,
dass Stadthauptmann Heinz-Joachim Höfer nur eine kleine
Zahl der geladenen Gäste stellvertretend für alle begrüßen
konnte. Immerhin galt es eine Art "Zeitplan" einzuhalten,
sollte das traditionelle Grenzbeziehen auf dem Herzogenplatz
doch pünktlich vonstatten gehen.
Doch zuvor standen einige Reden, unter anderem von Bürgermeister
Günter Leifert auf dem Programm: Als "doppelt historisch"
bezeichnete er das diesjährige Schützenfest, zum einen
wegen des Jahres 2000, zum anderen, weil in diesem Jahr im Dezember
der 750 Stadtgeburtstag ansteht.
Der Höhepunkt der Festveranstaltung war selbstverständlich
die Proklamation des neuen Schützenkönigs: Gerd Witt
heißt die neue Majestät, die von Bürgermeister
Leifert "inthronisiert" wurde. Mit einem 763-er Teiler
lag der Leistungsschütze und Rottmeister um Längen
vor den zweit- und drittbesten Kameraden.
Die musikalische Umrahmung - Oldenstädter Fanfarenzug, Uelzener
Jagdhornbläser und die Wallgauer - rundeten die festliche
Proklamation ab.
Wenige Stunden später wurden die Uelzener Zeuge eines weiteren
historischen Momentes in der Geschichte der Uelzener Schützengilde:
Hunderte Besucher hatten sich auf dem Herzogenplatz versammelt,
um dem großen Zapfenstreich auf dem Herzogenplatz beizuwohnen,
der trotz einsetzenden Regens für alle Teilnehmer als ein
großartiger Ohrenschmaus in Erinnerung bleiben wird. Ebenso,
wie das traditionelle Grenzbeziehen, dass bereits am Montag vonstatten
ging. Besonders erwähnenswert ist die Akzeptanz der Bürger
gegenüber ihrer Gilde: Bei allen Programmpunkten des Festes
umrahmten sie ihre Schützen mit Jubel.
Suhlendorfer Landbäckerei
zeigt sich innovativ
Suhlendorf (rs). Bodo Hirse, Geschäftsführer
der Suhlendorfer Landbäckerei geht gern neue Wege, um seine
Kunden stets zufrieden stellen zu können. Am vergangenen
Sonnabend präsentierte sich Hirse auf dem Uelzener Wochenmarkt
mit einem neuen Verkaufsfahrzeug. Das moderne, optisch positiv
ansprechende Backwarenverkaufsmobil, dass seinen Einsatz auf
dem Wochenmarkt, wie als Aktionsfahrzeug bei Sonderveranstaltungen
bestreiten wird, überzeugt durch seine kundenfreundlich
Gestaltung.
Und weil er eben aufgeschlossen für alles Neue ist, experimentiert
Hirse seit geraumer Zeit erfolgreich mit ballaststoffreichen
Hanf-Produkten. Hanf ist ein hochwertiger Rohstoff für die
Lebensmittelindustrie. Die Hanfnuss liefert alle lebenswichtige
essentiellen Fettsäuren, alle Aminosäuren und die Vitamine
B, BI und E.
Kinderschützenfest seit
50 Jahren
Uelzen ermittelte den König der Könige
Uelzen (jm). Zum 50. Jubiläum des Kinderkönigsschießens
gab es etwas ganz besonderes: In diesem Jahr wurde erstmals der
König der Kinderkönige ausgeschossen: Jeder, der, der
in den letzten 50 Jahren Kinderkönig oder -königin
war, hatte die Chance, abermals sein Können an der Scheibe
zu beweisen.
Etwa eine Stunde länger als geplant dauerte das Schießen,
dann nahm Stadthauptmann Heinz-Joachim Höfer Im Beisein
zahlreicher Eltern und Großeltern die Ehrungen vor.
Der König der Kinderkönige bekam die Ehrenscheibe und
den Eulenpokal, einen Eulenpokal erhielt ebenfalls der zweitplatzierte
und für den drittbesten gab einen Ehrenpreis.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Homepage der Uelzener
Schützengilde unter "www.sg-uelzen.de".
Ergebnisse
Kinderkönig: 1. Christopher
Fehlhaber, Rg. 57, Teil. 27; 2. Domenic Schulz, Rg 56, Teil.
110, 3. Steffen Jekel, Rg 55, Teil. 83.
Kinderkönigin: 1. Martina Schulze Rg 59, Teil.101; 2. Anna-Le
Borchmann Rg 59, Teil. 172,; 3. Hannah Marwede, Rg 57, Teil.
144.
König der Kinderkönige: 1. Tina Behn Rg 60, Teil. 43,2;
2. Jens Kunze, Rg. 60, Teil. 84,6; 3. Natascha Krahn, Rg. 60,
Teil. 89,0
Blut für andere in einer
materiellen Gesellschaft - kein Widerspruch!
Empfang der Stadt Uelzen als Danksagung an Blutspender im Kreisgebiet
Uelzen (jm). "Bisher sind wir gewohnt, dass Bürgerinitiativen
fordern und verlangen, die Bürgerinitiative, die Sie verkörpern,
will geben", so Bürgermeister Günter Leifert beim
Empfang engagierter Blutspender und DRK-Mitarbeiter am vergangenen
Freitag im Rathaus.
In einer Gesellschaft, die zunehmend materiell orientiert sei,
zeuge diese Spendenbereitschaft von menschlicher Größe;
es werde uneigenützig wertvolles geleistet, damit Leben
gerettet.
Mit dem Empfang im Rathaus wurde den Spendern Dank und Anerkennung
ausgesprochen, der Gesellschaft müsse bewusst gemacht werden,
"was hier geleistet wird", so der Bürgermeister
weiter.
Derart freundliche Worte sei man "nicht unbedingt gewohnt",
so Ursula Lassen, Hauptabteilungsleiterin der Blutspenderwerbung
des DRK, viele Gemeinden lehnten öffentliche Empfänge
ab. Sie dankte den Spendern für deren Bereitwilligkeit zur
Blutspende. Obwohl im Mai dieses Jahres 10000 mehr Spender verzeichnet
werden konnten als im selben Monat des Vorjahres, sieht bei den
Konserven "sehr eng und knapp aus". Zum einen liege
das daran, dass es in diesem Jahr sehr viele Unfälle gab
und mit Blick auf die Ferien "verdächtig viel operiert"
werde.
Die Altersgrenze für Blutspender (68 Jahre) bezeichnete
sie als wilkürlich, in den USA beispielweise sei die Altersgrenze
aufgehoben worden, in anderen Ländern liege sie bei 75 Jahren.
Die Ärzte sollten nach medizinischen Gesichtspunkten selbst
über das Spenderalter entscheiden können, appellierte
sie. Mit dem Erreichen der Altersgrenze gingen jedes Jahr 2 Prozent
der Spender verloren.
Bürgermeisterkette durch
Stadtsiegel verschönert
Uelzen (mb). Der Bürgermeister Günther Leifert
lud kürzlich zu einem Empfang im Rathaus, um sich damit
für eine Spende der Schützengilde zu bedanken. Diese
hat, auch mit finanzieller Unterstützung anderer Uelzener
Bürger, die Bürgermeisterkette mit dem Stadtsiegel
von 1270 verschönert. "Dies geschah sicher nicht nur,
um die Kette vor dem Bauch des Bürgermeisters nicht so klein
aussehen zu lassen", wie Stadthauptmann Heinz-Joachim Höfer
scherzhaft bemerkte, sondern auch, um zu unterstreichen, dass
die langjährige Tradition der guten Zusammenarbeit zwischen
der Gilde, der Stadt und dem Rat auch in Zukunft weiter geführt
werden wird.
Leifert bedankte sich herzlich und erwähnte in diesem Zusammenhang
das Gilde-Silber, das im Rathaus ausgestellt wird. Die Kette
wird auch von dem Stadtwappen und dem Wahrzeichen der Stadt geziert,
das Goldene Schiff, das ein Reisender 1609 vom fernen London
nach Uelzen brachte.
Der Empfang war ein schöner Auftakt zu den Festlichkeiten
der ehrwürdigen Schützengilde, die in diesen Tage ihren
Höhepunkt finden.
Uelzener beim Einsatz des
THW in Mocambique
Der 42-jährige Roland Hess war mitverantwortlich für
die Trinkwasseraufbereitung
Durch starke Regenfälle
im Februar/März dieses Jahres wardas Land Mocambique von
einer Überschwemmungskatastrophe von verheerendem Ausmaß
betroffen. Nach Schätzungen offizieller internationaler
Stellen waren rund 1,9 Millionen Menschen zu Schaden gekommen.
Der Bereich der Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser
hat in den vergangenen Wochen erheblich an Bedeutung gewonnen.
Das THW war daher vom Bundesministerium des Inneren und dem Auswärtigen
Amt beauftragt worden, Expertengruppen in das Land zu entsenden,
um in dem Bereich der Trinkwasser-Versorgung tätig zu werden.
Der 42-jährige Hausmeister Roland Hess aus Uelzen war mit
dabei.
Uelzen (rs). Mit einem sechsköpfigen
Spezialistenteam flog Hess Ende April 23 Stunden lang zum Einsatzschwerpunkt
nach Beira, um dort die Trinkwasserproduktion in der Region Nova
Mambone in Zentralmocambique wiederherzustellen. "Die Tagestemperatur
lag bei rund 30 Grad Celsius, es herrschte eine enorm hohe Luftfeuchtigkeit
und immer wieder kam es zu kurzen aber heftigen Regenschauern",
erinnert sich Hess.
Hess' Hauptaufgabe war es im OV Machanga, örtliche Brunnen
zu reinigen, die durch die Überflutungen erheblich verschmutzt
waren. So sollte sichergestellt werden, dass auch nach Beendigung
des Einsatzes der Trinkwasseraufbereitungsanlagen hinreichend
sauberes Wasser für die Dorfbewohner zur Verfügung
steht. Täglich bereiteten er und seine Kameraden rund 15
bis 20 000 Liter Wasser für die etwa 15 000 Bewohner des
Distrikts auf. "Von 15 Pumpen, die es bis zur Katastrophe
gab, waren lediglich acht übrig geblieben", berichtet
der Uelzener. Diese wurden instandgesetzt und mit einheimischenSchwengelpumpen
versehen.
"Es war schon abenteuerlich", gesteht der gelernte
Elektriker ein, der zum vierten Kontingent des Technischen Hilfswerks
gehörte und vier Wochen - neun Stunden täglich - in
Mocambique humanitäre Hilfe leistete. "Das Lager besteht
aus zwei Thermoschlafzelten, einer Küche und einem Lagerzelt
und vielen, vielen Mücken", faxte er in die Heimat.
Als besonderes Erlebnis nannte Hess den Flug in einem 25 Jahre
alten russischen Hubschrauber, der nicht vertrauenswürdig
erschien, ebenso wenig wie der bulgarische Pilot in Badesandalen.
Zudem war der THW'ler, der der Fachgruppe Infrastruktur in Uelzen
angehört und beim THW den Fachlehrgang Brunnenbau absolviert
hatte, das erste mal mit einem Flugzeug unterwegs gewesen.
Die Trennung von der Familie habe er einigermaßen gut verkraftet.
Ein Sateliten-Telefon habe jederzeit die Heimat greifbar gemacht.
Auch habe seine Ehefrau ihn jederzeit in seinem humanitären
Vorhaben unterstützt.
"Die Idee ist alles!"
Color-Foto bringt Bericht über die Arbeit von H. J. Thalau
Rätzlingen (rs). An seinen Namen unter zahlreichen
Fotos in den Zeitungen und Blättern im Landkreis Uelzen
hat man sich gewöhnt, so sehr auch an Qualität gewöhnt,
dass man bei der Zeile "Foto: H. J. Thalau" eine besondere
Aufnahme erwartet und sie getrost erwarten darf. Denn der 58-Jährige,
der erst 1989 eine Fotografenlehre begann, komponiert seine Werke,
bezieht von vornherein alle entscheidenden Faktoren für
das spätere Produkt mit ein. Nahezu omnipräsent sind
in der Uhlenköperstadt die Shots und Montagen des Fotodesigners
aus Rätzlingen, der u. a. mit Gottfried Helnwein zusammen
arbeitete. Thalau - freier Mitarbeiter des Uelzener General-Anzeigers
- geht in seinen Arbeiten oft ungewöhnliche Wege. Mit Leuchtfarben-Präparaten
bringt er z. B. seine Modelle zum "Leuchten". Diese
Technik interessierte die Redaktion des renommierten Fachblattes
"Color Foto" so sehr, dass sie Thalaus Methode in der
heute erscheinenden Ausgabe unter der Rubrik "besser fotografieren"
ausführlich beschreiben.
"Die Idee ist alles", meinte Fotodesigner Thalau. "Aber
vor der kreativen Aufgabe kommt zuerst die Arbeit." Eine
befreundete Visagistin trägt beim Modell eine spezielle
Farbe für UV-Beleuchtung auf. Arbeitsaufwand: bis zu vier
Stunden! Mittels eines UV-Blitzgerätes und Strahlern werden
die aufgetragenen Farben hervorgehoben.
Cord-Hinrich Dageförde
nimmt es mit Humor
Uelzen. Pastor Cord-Hinrich Dageförde nimmt seine
einstweilige Suspendierung aus seinem Amt als Oldenstädter
Pastor mit einer Prise Humor. Der Mann gegen den seitens der
Landeskirche Hannover ein Verfahren läuft, das keineswegs
die Wiederkehr in seine Funktion ausschließt und der bislang
keine Möglichkeit hatte, sich gegenüber der Presse
zu äußern zitiert hinsichtlich seiner momentanen persönlichen
Situativon das Gedicht von Heinrich Seidel "Das Huhn und
der Karpfen".
Auf einer Meierei, da war einmal ein braves Huhn, das legte,
wie die Hühner tun, an jedem Tag ein Eiund kakelte, mirakelte,
spektakelte, als ob's ein Wunder sei! Es war ein Teich dabei,
darin ein braver Karpfen saß und stillvergnügt sein
Futter fraß, der hörte das Geschrei, wie's kakelte,
mirakelte, spektakelte, als ob's ein Wunder sei! Da sprach der
Karpfen: "Ei! Alljährlich leg' ich 'ne Million und
rühm mich des mit keinem Ton. Wenn ich um jedes Ei so kakelte,
mirakelte, spektakelte - was gäb's für ein Geschrei!
Formentera - unberührtes
Paradies im Mittelmeer
Urlaub für Individualisten: Wo die Fische einem aus der
Hand fressen
Formentera (bk) Zugegeben, die Anreise ist ein
wenig umständlich. Wenn die mitreisenden Fluggäste
auf Ibiza längst in ihrem Hotel relaxen, wartet auf Formentera-Urlauber
noch die Überfahrt per Schiff, denn die 4 000 Einwohner
der einsamen Trauminsel haben sich vor Jahren kategorisch gegen
einen eigenen Flugplatz ausgesprochen. Auch große Hotelneubauten
wird der Besucher vergeblich suchen, für die Balearen insgesamt
gilt ein absolutes Baustopp.
Sanfter Tourismus ist noch garantiert
So sind die viel gepriesene Ruhe und der sanfte Tourismus garantiert,
und die unberührte Natur wird nicht von Urlauberscharen
platt gewalzt.
Aber nach einer knappen Stunde als Passagier einer durch Strömung
und Wellengang schlingernden Fähre ist Formentera erreicht.
Auf der 95 Quadratkilometer großen Insel geht es gemütlich
zu und verlaufen kann man sich praktisch nicht. Die längste
Entfernung am Stück beträgt nur 16 Kilometer und überhaupt
lassen sich Landschaft und Leute am besten mit Fahrrad oder Motorroller
erkunden.
Schroffe Steilküsten wechseln mit herrlichen Sandstränden,
an denen es auch richtig einsam sein kann. Am Kap de Barbaria
soll der schönste Sonnenuntergang zu bewundern sein und
atemberaubend in die Tiefe (192 Meter) geht es am Leuchtturm
von La Mola. Kleine Ortschaften, in denen auch viele Aussteiger
der Flower-Power-Bewegung der 60-er Jahre Unterschlupf gefunden
haben, bieten Inseltypisches. Kulinarischen Hochgenuss versprechen
der Rotwein der Insel, Ziegenkäse und luftgetrockneter Schinken.
Feigenbrot rundet diese Köstlichkeiten ab.
Wer schon an den nächsten Winter denken mag, ersteht vielleicht
einen echten, handgestrickten Inselschaf-Wollpullover (Vorsicht,
kratzt!), hübsche, geschmackvolle Keramik kommt aus einer
Manufaktur.
Für Geschichtsbewusste bietet Formentera einige prähistorische
Ausgrabungsstätten, die eine Siedlung belegen, die sich
auf das Jahr 2000 vor Christus datiert. Auch sehenswerte Tropfsteinhöhlen
erwarten den Besucher.
Das Maskottchen der Insel ist die grüne Smaragdeidechse.
Auf Schritt und Tritt huscht sie über Wege, findet sich
auf Souvenirs und T-Shirts wieder. Hat man ein wenig Geduld,
sind die Mini-Dinos sogar zu füttern, denn längst haben
sie sich an den Menschen gewöhnt und suchen die Terrassen
der Gaststätten nach essbaren Krümeln ab. Für
ein Stück Pfirsich sind sie ebenso dankbar!
Ähnlich zutraulich sind die Meeresbewohner, die auf ihre
tägliche Fütterung geradezu zu warten scheinen.
Ein Urlaub auf der Insel ist nie langweilig. Denn außer
Sonne pur ist er eine historische, naturkundliche und nicht zuletzt
kulinarische Entdeckungsreise. Angenehm begleitet durch die Freundlichkeit
und Gelassenheit der Menschen dort.
Auf dem Kamm des Erzgebirges
Viele Gründe für einen Besuch im thüringischen
Kurort Oberwiesenthal - von Barbara Kaiser
Oberwiesenthal (bk). ,,Zwänge im Urlaub - und schon
fühlt man sich, als habe man zu kurze Hosenträger an."
Dieses Bonmot stammt von Weltmeister und Olympiasieger Jens Weißflog,
und er beweist damit, dass er nicht nur Skispringen kann. Heute
ist der 35-Jährige Ehrenbürger von Oberwiesenthal,
der am höchsten gelegenen Stadt Deutschlands und führt
ein Appartement-Hotel in seiner Heimatstadt. In 980 Metern Höhe,
am Fuße des Fichtelberges.
Wenn man saubere Luft, unberührte Natur und keinen überlaufenen
Massentourismus-Ort sucht, ist man hier richtig. Natürlich
gibt es neben dem Haus Weißflog, in dem die Zimmer bezeichnender
Weise nach berühmten Wintersportorten der Welt heißen,
noch andere gepflegte Hotels.
Oberwiesenthal ist reich an Tradition und atmet Geschichte. Im
Jahre 1406 wird der heutige Stadtteil Unterwiesenthal erstmals
erwähnt. 1535 ist eine Brauerei fertig gestellt, 1664 die
Apotheke gegründet. ,,1666 gab es Schneewehen von 13 Ellen
Höhe, so dass die Leute aus den Dachfenstern heraus steigen
mussten", berichtet die Chronik. Im Jahr 1708 verkehrt die
Leipziger Post über Oberwiesenthal nach Karlsbad. Die alte
Postmeilensäule an der Straße zeugt noch heute von
diesem Ereignis.
Die Fichtelbergschwebebahn ist die älteste Seilschwebebahn
Deutschlands, sie feierte im vergangenen Jahr ihren 75. Geburtstag.
Auf dem Weg zum 1214 Meter hohen Gipfel genießt der Gast
die Schönheiten des Erzgebirges. Der Blick zum 30 Meter
höheren Keilberg in der Tschechischen Republik ist zu jeder
Jahreszeit reizvoll. Bei Höhenangst kann man den Gipfel
aber auch erdverbundener erklimmen: die Fichtelberg-Schmalspurbahn
wurde vor drei Jahren hundert und windet sich, vernehmlich schnaufend,
über 17 Kilometer Fahrstrecke von Cranzahl bis Oberwiesenthal.
Sie bezwingt dabei 240 Meter Höhenunterschied.
Der Kurort kann aber auch Ausgangspunkt für Ausflüge
sein. Ein Kurztrip in die Goldene Stadt Prag oder nach Karlovy
Vary ist ebenso attraktiv wie ein Besuch in Dresden oder Freiberg.
Marienberg, Olbernhau, Annaberg oder Seiffen erzählen von
der alten Bergwerkstradition, die liebevoll gepflegt wird, und
den Holzspielzeugmachern, deren Berufsstand nach der Wende lange
Zeit um Anerkennung kämpfen musste.
Man kann sich die 1000-er des Erzgebirges vornehmen oder das
Wanderwege- und Radnetz erkunden, in Thermalbädern relaxen
und in Schaubergwerken alte Techniken bestaunen. Der Gast sollte
typisch erzgebirgische Küche probieren oder den jährlichen
Skifasching nicht versäumen.
Und wenn er die weiten Täler verlässt, nimmt er vielleicht
zu seinen Eindrücken die Melodie des Heimatdichters Anton
Günther mit und summt leise ,,Oh Arzgebirg, wie bist du
schie..." vor sich hin.
"An der Rosenmauer":
Wo Sie mitten im Leben wohnen
Uelzen (bk). Im gemütlichen Restaurant mit den wunderbaren
stilisierten Rosen im Bleiglasfenster wird gerade ein 85. Geburtstag
gefeiert, zu dem auch der Probst zum Gratulieren vorbei schaut.
Und in einem der großzügigen Appartements stoßen
ein paar Damen auf die neu angebrachte Markise an: Man muss die
Feste feiern, wie sie fallen!
In der Senioren-Residenz ,,An der Rosenmauer" in Uelzens
Achterstraße fühlen sich alle Bewohnerinnen und Bewohner
außerordentlich wohl. Viele stellen sich nach ihrem Umzug
hierher die Frage, warum sie diesen Schritt nicht schon viel
eher getan haben.
Seit dem Richtfest sind mehr als drei Jahre vergangen, und das
Haus ist für die Senioren der Stadt auch zu einem gesellschaftlichen
Mittelpunkt geworden. Die ersten Bewohner zogen im Jahr 1998
ein, und die Residenz hat sich einen Namen gemacht mit ihren
vielfältigen Veranstaltungen und Möglichkeiten, auch
im Alter den Alltag niveauvoll und abwechslungsreich zu gestalten.
,,Im Mittelpunkt soll bei uns immer der Mensch stehen",
betont das geschäftsführende Ehepaar Hannelore und
Hans-Christoph von Oheimb, ein wohltuendes Credo in Zeiten zunehmender
sozialer Kälte.
Die Senioren, die hier ein neues Zuhause gefunden haben, leben
mit so viel Selbständigkeit wie möglich und mit so
viel Hilfe wie nötig. Alles ist perfekt auf die persönliche
Situation des Einzelnen abgestimmt. Die neue Wohnung muss nicht
als Eigentum erworben werden; auch als Mieter hat der Bewohner
das Wohnrecht auf Lebenszeit. So kostet beispielsweise ein 28
Quadratmeter-Appartement 2 200 Mark. Erschrecken sollte man bei
dieser Monatsaufwendung nicht, denn der Preis enthält zahlreiche
Serviceleistungen. So alle Betriebskosten und sonstige Mietnebenkosten.
Ebenso das Mittagessen im Bewohnerrestaurant. Das Appartement
wird wöchentlich gereinigt. Die Gebühren für den
Anschluss des Kabelfernsehens sind im Preis inklusive, die allgemeinen
Dienste der Etagendamen und der Rezeption selbstverständlich
auch, hausinterne Telefonate und die erste Hilfe und Bereitstellung
des Pflegepersonals Tag und Nacht ebenfalls.
Wer sich nicht gleich zu entschließen vermag, ob die eigenen
vier Wände in der Residenz denen einer anderen Wohnung vorzuziehen
sind, kann auch einmal ein Probewohnen riskieren. Bestimmt wird
es ihm hier, in der Gesellschaft, viel besser gefallen.
Im hauseigenen Pflegebereich stehen Zimmer für eine Pflege,
zum Beispiel zur Rehabilitation nach einem Krankenhausaufenthalt
bereit. Sie können auch von Nicht-Heimbewohnern vorüber
gehend bezogen werden. Für den Besucher gibt es zusätzlich
jederzeit die Möglichkeit, auch im eigenen Appartement gepflegt
zu werden. Das bezieht sich nicht nur auf vorübergehende
Erkrankungen, sondern auch auf andauernde Pflege und Betreuung.
Die Lage des Hauses direkt in der Fußgängerzone der
Innenstadt ist für einen Neubau geradezu einmalig günstig.
Die kurzen Wege zu allen Geschäften, Banken und Ärzten
sind gut zu bewältigen, so dass die Menschen nicht das Gefühl
haben, auf die ,,grüne Wiese" abgeschoben worden zu
sein. Den breiten Raum, der für die persönliche Lebensgestaltung
bleibt, schätzen die Bewohner sehr. Und noch dazu ist das
neue Zuhause bei Reisen gut bewacht und behütet. So besuchte
kürzlich eine 90-jährige Bewohnerin auf einer längeren
Reise ihre Tochter in Singapur und brachte von dort einer anderen
Bewohnerin Orchideen mit. Auch ein Zeichen dafür, dass die
Alten von heute keineswegs den Lehnstuhl bevorzugen!
150 Mietern bzw. Eigentümern wird die Senioren-Residenz
einmal ein neues Heim bieten, wenn auch die letzten, verbliebenen
Appartements belegt sind. Ein Zuhause, das mehr ist, als ein
Dach über dem Kopf.
Hier gibt es eine Fülle an Möglichkeiten, in jeder
Lebenssituation seinen persönlichen Lebensweg zu finden.
Hier wird der Geburtstag zum Erlebnis, denn man feiert ihn mit
Freunden, Verwandten und Bekannten. Dort versprechen monatliche
Veranstaltungen, wie Modenschauen oder Konzerte, Vorträge
und Ausflüge Abwechslung und Niveau. Gäste sind dabei
willkommen.
Das öffentliche Restaurant ist auch Fremden zugänglich
für einen Aufenthalt bei Mittagessen, Kaffee oder Abendbrot.
Die wöchentlich herausgegebene Speisekarte wird auch von
Leuten regelmäßig studiert, die nicht hier wohnen,
die aber zum Essen den Stil und Komfort des Hauses schätzen.
Die Senioren-Residenz ,,An der Rosenmauer" Uelzen ist eine
architektonische Perle, die das Zentrum der Stadt bereichert,
so wie sich ihre Bewohner bereichert fühlen durch einen
sinnerfüllten Lebensabend, den sie hier verbringen dürfen.
Dafür stehen Hannelore und Hans-Christoph von Oheimb und
ihr Team, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Wärme und
Mitmenschlichkeit zu vermitteln.
Kammerkunst und Poesie von
Klassik-Ensemble
Rosenau-Trio in der Senioren-Residenz
Uelzen (mb). Es war ein beeindruckeneder Ohrenschmaus,
dem man kürzlich in der Senioren-Residenz in Uelzen lauschen
durfte. Das Rosenau-Trio aus Baden Baden gab sich die Ehre und
entzückte mit einem Gedenkkonzert, das dem 50. Todestag
des ostpreußischen Dichters Ernst Wiechert gewidmet war.
Das Trio verknüpfte Stücke von Franz Schubert mit Teilen
aus den Werken des Dichters, die jeweils von biographischen Aufzeichnungen
eingeleitet wurden. So ergab sich eine abgerundete Darbietung,
die mit viel Liebe zur Poesie das Schaffen und Leben des Ostpreußen
würdigte.
Ernst Wiechert, geboren am 18. Mai 1887, verarbeitete in seinen
Büchern überwiegend biographische Erlebnisse und Eindrücke.
Seine bekanntesten Werke sind "Wälder und Menschen",
"Die Majorin" und seine letzte Veröffentlichung
"Missa sine nomine", das nach seiner Haft im KZ-Buchenwald
entstand. Ernst Wiechert, den die Liebe zur Natur davon abhielt,
der Schnelllebigkeit der heutigen Zeit und der davon ausgehenden
Faszination zu erliegen, starb 1950.
Das Rosenau-Trio, eine bekannte Kammerkunstvereinigung, trat
zum wiederholten Male erfolgreich in der Senioren-Residenz "An
der Rosenmauer auf. Die drei Künstler, Martin Winkler, Helga
Becker-Winkler und Holger Bornschier, können auf mehrere
erfolgreiche Tourneen zurückblicken, die sie auch ins außereuropäische
Ausland geführt haben.
Ein Inhaltsstoff macht neugierig
Suhlendorfer Landbäckerei mit Hanf-Produkten
Sie schmecken nussig, die Hanf-Produkte
des Bäckers Bodo Hirse, Chef der Suhlendorfer Landbäckerei.
Hirse, der seit 16 Jahren selbständig seinen Betrieb leitet
und zusätzlich das Amt des Obermeisters der Bäcker-Innung
Uelzen inne hat, geht gern neue Wege. "Das Handwerk muss
sich gegen industrielle Produkte absetzen", ist sein Credo.
Nichtzuletzt deshalb verwirklichte er bereits vor Jahren seinen
Traum und kaufte sich einen fahrbaren, holzbeheizten Holzbackofen
für Wochenmärkte und Sonderveranstaltungen, wo er mit
seinen frischen Backwaren immer eine der Attraktionen darstellt.
Und weil er "aufgeschlossen für alles Neue" ist,
experimentierte Hirse erfolgreich mit ballaststoffreichen Hanf-Produkten.
Sein neuester Coup ist jedoch sein Multifunktions-Verkaufsfahrzeug,
das seine leckeren Spezialitäten mit Atmosphäre dem
Kunden näherbringt.
Suhlendorf. Textilien, Kosmetik
und Papierwaren aus Hanf haben sich längst am Markt etabliert.
Ein spezielles Schälverfahren ermöglicht die industrielle
Verwertung des Hanfsamens auch in der Lebensmittelbranche. Mit
Hanf angereicherte Lebensmittel erobern jetzt die Supermarktregale.
Von Schokolade und Pralinen über Müsliriegel, Eis,
Joghurt bis hin zu Nudeln, Brotwaren und Gebäck - dem Einsatz
von Hanf in Lebensmitteln scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein.
Nachdem die leidige Diskussion um die Rauschwirkung von Nutzhanf
vom Tisch ist und die EU seit 1996 den Anbau THC-armer Hanfsorten
fördert, erlebt die 5000 Jahre alte Nutzpflanze ein Comeback.
Der Rohstoff hat neben Naturkosthandel und Reformhäusern
in der Bäckereibranche Einzug gehalten. Bei Coop und Migros
in der Schweiz sind hanfhaltige Produkte schon gelistet. Das
Londoner Nobelkaufhaus Selfridges führt sie, und sogar in
deutschen Tankstellen-Shops stehen die kulinarischen Hanfspezialitäten
bereits in den Regalen.
Kaum eine andere Kulturpflanze bietet so viele Produktvorteile.
Hanf wächst problemlos im europäischen Klima, benötigt
keine chemischen Hilfsmittel und sein ökologischer Nutzwert
als nachwachsender Rohstoff ist konkurrenzlos. Neben den vielfältigen
Verwendungsmöglichkeiten der Hanffaser sind die Hanf-Samen,
die aus botanischer Sicht zu den Nussfrüchten zählen,
gleichzeitig ein ernährungsphysiologisch, hochwertiger Rohstoff
für die Lebensmittelindustrie. Die Hanfnuss liefert alle
lebenswichtige essentiellen Fettsäuren und Aminosäuren,
die Vitamine B, BI und E. Die Allergiker profitieren vom hohen
Gehalt an Gammalinolensäure sowie der Glutenfreiheit, die
Trendsportler vom hohen Proteingehalt.
Bei den "süßen Anwendungen" substituieren
die Hanfkörner durch ihren nussigen Geschmack im Prinzip
andere Nüsse. Aber auch in ausgepresster Form finden sich
immer mehr Nutzungsmöglichkeiten für Hanf-Öle.
"An der Wiederentdeckung der traditionellen Hanfbutter und
Hanfmargarine wird derzeit intensiv gearbeitet", weiß
Rafael Dulon, Inhaber der Hanf-Farm in Drewitz. Das sachsen-anhaltinische
Unternehmen brachte 1997 das erste Hanf-Öl aus Bioanbau
auf den Markt. Die positive Angebotsentwicklung auf der Rohstoffseite
sowie die gute Resonanz der Verbraucher forciert derzeit die
Investitionen im Verarbeitungsbereich. So planen sowohl die schwäbischen
Verarbeiter wie auch ihre Konkurrenz in Sachsen-Anhalt einen
weiteren Ausbau der Verarbeitungsanlagen.
Essen Sie bewusster! Essen Sie Spezial-Brote aus der Suhlendorfer
Landbäckerei! Telefon- und Faxnummer 05820/ 9666, Internet:
http://home.t-online.de/home/bodo.hirse.
Modernes Fahrzeug für
Bäcker Bodo Hirse
GAMO baute optimalen Verkaufswagen
Rotenburg. Das neue Backwarenverkaufsmobil der
Landbäckerei Hirse in Suhlendorf entstand in enger Zusammenarbeit
mit Bäckermeister Bodo Hirse und der GAMO Verkaufsfahrzeuge
Vertriebszentrale Nord GmbH. Unter Beachtung vom geltendem Lebensmittelhygienerecht
und aus 25-jähriger Erfahrung bei der Herstellung von mobilen
Verkaufskonzepten im Anhänger- und Selbstfahrerbereich entstand
dieses moderne, optisch positiv ansprechende Backwarenverkaufsmobil,
dass seinen Einsatz auf dem Wochenmarkt, wie als Aktionsfahrzeug
bei Sonderveranstaltungen bestreitet.
Durch das tiefgebaute Fahrgestell ist die Innenstehhöhe
für die Verkäufer/innen sehr niedrig, was einen optimalen
persönlichen Umgang mit den Kunden erlaubt und eine perfekte
Warenpräsentation bietet. Als einer der rührenden Hersteller
in Deutschland und marktführender Anbieter von serienmässig,
hydraulisch absenkbaren Verkaufsfahrzeugen hat GAMO seine Vertriebszentrale
Nord in Rotenburg (Wümme) ansässig gemacht.
Von dort wird eine große Bandbreite von Verkaufsanhängern
und - mobilen für alle Branchen angeboten.
Die Serviceleistung umfassen dabei alles vom Verkauf über
die Reparatur bis zur Finanzierung dieser speziellen Fahrzeuge.
Ein mobiler Kundendienst wird bei Bedarf vor Ort beim Kunden
eingesetzt. Vergleichen Sie GAMO mit anderen Anbietern und entscheiden
Sie selbst! Mobiles Verkaufen mit GAMO... die Alternative!
Weitere Informationen gibt Ihnen gerne GAMO Verkaufsfahrzeuge,
Vertriebszentrale Nord GmbH, Brockeler Str. 2, 27356 Rotenburg
(Wümme), Telefon 04261 /96l 6 60, Telefax 04261 / 96 1662,
www.gamo-verkaufsmobile.de.
EXPO: St. Bürokratius
regiert
Kommentar: Wer kurzentschlossen kommt, zahlt "Strafe"
/ Parkplatz kostet 20 DM
EXPO 2000: Die kritischen
Stimmen werden immer lauter. Besucherschwund und ein gigantisches
Defizit, welches täglich wächst, wird auch von typisch
deutscher Bürokraten-Denkweise genährt. Lesen Sie dazu
den Kommentar von GA-Mitarbeiter Joachim Schweichler.
Lüchow/Hannover. Frühjahr 1981 in Florida. Zwei
Bundesbürger nähern sich dem Parkplatz von Walt Disney
World und werden freundlich in die Sektion GOOFY eingewiesen.
Tagesgebühr: 50c. Ein Shuttle bringt uns zum Kassenbereich,
nach sieben, acht Minuten haben wir unsere Zwei-Tage-Pässe
zu je 19 US$ abzüglich Ermäßigung für "residents",
ausgewiesen durch Floridas Drivers License. Das Abenteuer kann
beginnen. In aller Ruhe schlendern wir durch diese Welt der Attraktionen
und machen Ruhepausen in Restaurants und Cafés, ohne dabei
geschröpft zu werden.
Drei Wochen vorher schriftlich anmelden
Spät abends nach dem Feuerwerk verlassen wir vergnügt
diesen Entertainment-Park, der Spaß war den Eintritt durchaus
wert. Übrigens waren wir an diesem Tage zwei von rund 240000
Besuchern!
Frühjahr 2000 in Deutschland: Die Weltausstellung EXPO
2000 unter dem Titel "Mensch, Natur, Technik" wird
in Hannover eröffnet - und das Buchungssystem funktioniert
nicht. Statt der erwarteten 250000 Besucher kommen nur 150.000
(davon 31.000 mit Freikarten), um sich von den Visionen und Präsentationen
der beteiligten 170 Nationen in z. T. sehr ausgefallenen Pavillons
gefangen nehmen zu lassen.
Die meisten Besucher geben positive Kommentare ab und viele wollen
mindestens ein zweites Mal wiederkommen. Und dies trotz der,
wie ich meine, zu hohen Preise - auch für Speis' und Trank
(eine Bratwurst kann schon mal mit 9 DM zu Buche schlagen) -
und trotz der bürokratischen Hürden, die das Management
unverständlicherwiese aufgebaut hat.
Nur wer im Reisebüro oder am Post- bzw. Fahrkartenschalter
bucht, kommt als Erwachsener mit stolzen 69,00 DM Eintrittsgeld
davon. Kurzentschlossene Besucher werden an der Tageskasse mit
10,00 DM (bzw. 20,00 DM am Wochenende) "Strafe" belegt.
Ein vorbestellter Parkplatz kostet wackere 20,00 DM. Jugendgruppen
und Mitglieder von Jungfeuerwehren haben sich 3 (in Worten: drei!)
Wochen vorher schriftlich mit Teilnehmerliste anzumelden, um
in den Genuss eines auf 29,00 DM ermäßigten Tickets
zu kommen. Ich kann mir nicht helfen; ich fühle mich irgendwie
an Zwangsumtausch und Grenzabfertigung an der innerdeutschen
Grenze unseligen Angedenkens erinnert. Und das kann ja wohl nicht
die grandiose, multimediale Zukunft per Mausklick sein, in die
wir einen Blick werfen wollen und sollen, wenn wir die mit einigem
Steuergeld unterstützte EXPO 2000 besuchen.
EXPO: Über 100000 kamen
zur Eröffnung
Weltausstellung in Hannover wurde vor kurzem eröffnet
Wider Erwarten hat es die EXPO-Gesellschaft,
mit Birgit Breuel als Generalsekretärin an der Spitze, geschafft,
die Zahl von über 100.000 Besuchern zur Eröffnung der
ersten Weltausstellung in Hannover zu erreichen. Mit großem
Bahnhof wurde die Schau der Superlative vorvergangene Woche eröffnet.
Hannover (tv). Weit abgeschirmt vom Publikum erhoffte sich Bundespräsident
Johannes Rau in seiner Eröffnungsrede, dass die EXPO über
alle Grenzen hinweg "die gemeinsame Verantwortung für
eine Welt" begreifbar mache. Er wünschte allen spannende
153 Tage auf dem EXPO-Gelände.
Neben Birgit Breuel waren auch Bundeskanzler Gerhard Schröder
und Niedersachsens Ministerpräsident Sigmar Gabriel anwesend,
um vor allem den deutschen Pavillon zu besichtigen, der sich
zum Hauptanziehungspunkt für die Besucher entwickelte.
Nach dem Hissen der "Bureau International des Expositions-"
(B. I. E.)-Flagge, begleiteten die Gäste aus Politik und
Wirtschaft Generalkommissarin Breuel über die 110000 Quadratmeter
große EXPO-Plaza, umringt von Dutzenden Fotografen und
Kameraleuten, die dafür sorgten, dass der Bundeskanzler
kam etwas besichtigen konnte: Schliesslich gehört Schröder
nicht zu den größten Menschen...
Unter dem Motto "Mensch-Natur-Technik" präsentiert
sich die "neue Welt" multimedial und füllt damit
den Bereich "Technik" ausreichend. Auch, wenn 125000
Sträucher gepflanzt wurden und viele Besucher mit öffentlichen
Verkehrsmitteln anreisten, so kommt doch das Thema "Natur"
doch reichlich kurz.
In Gesprächen mit Journalisten und Besuchern wurde deutlich,
dass die Ausstellung über die Macht der Kommunikationstechnologie
- für sich genommen - eine gewisse Faszination ausstrahlt,
die inhaltliche Ausarbeitung jedoch kaum stattfindet.
Wer zur Weltausstellung möchte, sollte sich viel Zeit und
einen prallen Geldbeutel mitnehmen. Zum Vergleich: Für eine
Kugel Eis müssen 3 Mark berappt werden, die einfache Tageskarte
kostet immerhin 69 DM.
Unmut gab es offensichtlich auch bei einigen, die die Bauten
der Weltaustellung errichteten. Ein Bauarbeiter, der zuvor zu
einem Buffet mit seinen Kollegen eingeladen worden war und auf
dem Weg "strammstehen" musste, als der Kanzler vorbeikam,
empörte sich: "Reicht es nicht, dass wir den Scheiß
aufgebaut haben, jetzt müssen wir auch noch Spalier stehen..."
Bei Eigenbedarf - Fristen
beachten
Beim häufigsten aller Kündigungsgründe Fallstricke
prüfen
Köln (gms) - Eigenbedarf ist nach Angaben
des Deutschen Mieterbundes (DMB) nach wie vor der häufigste
Kündigungsgrund in Deutschland. Voraussetzung dafür
ist, dass der Vermieter die Wohnung für sich selbst, für
einen nahen Familienangehörigen oder eine zu seinem Hausstand
gehörende Person, etwa eine Pflegekraft, benötigt.
Nahe Angehörige sind Verwandte in gerader Linie, also Eltern
und Kinder des Vermieters. Aber auch zu Gunsten von Enkelkindern
oder Geschwistern kann der Vermieter wegen Eigenbedarfs kündigen.
Der bloße Wunsch, "in den eigenen vier Wänden"
wohnen zu wollen, reicht für eine Eigenbedarfskündigung
nicht aus. Der Vermieter muss vernünftige und nachvollziehbare
Gründe für seinen Einzugswunsch beziehungsweise den
des nahen Familienangehörigen haben.
Es kann der Vermieterwunsch sein, in der gekündigten Wohnung
seinen Alterswohnsitz zu gründen oder die Wohnung einem
Kind zur Verfügung zu stellen.
Unabhängig davon muss der Vermieter die gesetzlichen Kündigungsfristen
beachten. Je nach Wohndauer des Mieters beträgt die Kündigungsfrist
zwischen drei und zwölf Monaten. Der Mieter selbst kann
der berechtigten Eigenbedarfskündigung gestützt auf
die Sozialklausel widersprechen, wenn die Kündigung für
ihn eine unzumutbare Härte darstellen würde.
Mehrzahl der Verbraucher für
die Abschaffung des Rabattgesetzes
Nur jeder Vierte weiß um diese Möglichkeit Geld zu
sparen
Bonn (gms) - Eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger
ist für die Abschaffung von Rabattbeschränkungen. Bei
einer repräsentativen Umfrage sprachen sich drei von vier
Befragten dafür aus, dass im Einzelhandel höhere Rabatte
als die derzeit zulässigen drei Prozent erlaubt sein sollten.
Das teilt die "Initiative Mehr Bonus für Kunden"
in Bonn mit. In der Organisation haben sich mehrere große
Unternehmen zusammengeschlossen, die eine Streichung von Rabattgesetz
und Zugabeverordnung fordern. Im April des Jahres hatte die rot-grüne
Bundesregierung bestätigt, dass eine Abschaffung der beiden
Regelungen geplant ist.
Dass es in Deutschland überhaupt Rabattbeschränkungen
gibt, sei vielen nicht klar, so die Initiative weiter. Fast 60
Prozent der Befragten wissen eigenen Angaben zufolge nichts von
dem Rabattgesetz, etwa 40 Prozent kennen die Vorschrift. Mehr
als ein Drittel der Befragten hatte allerdings trotz des Verbotes
schon erlebt, dass beim Einkauf einer höherer Preisnachlass
gewährt wurde. Besonders häufig wurden großzügige
Preisnachlässe gewährt beim Einkauf von Bekleidung,
Elektrogeräten, Möbeln und Unterhaltungselektronik.
Das Markforschungsinstitut Emnid in Bielefeld hatte im Auftrag
der Organisation kürzlich rund 1 000 Bundesbürger befragt.
Pfusch am Bau
Beschwerden müssen eindeutig sein
Berlin (gms) - Wer mit den Leistungen von Handwerkern
nicht zufrieden ist, muss seine Beschwerde unmissverständlich
formulieren. "Drumherumreden" helfe gar nichts, warnt
die Bundesgeschäftsstelle der Landesbausparkassen (LBS)
in Berlin. Im Streitfall akzeptierten die Gerichte nur eindeutige
Aussagen, wie jetzt ein Urteil des Bundesgerichtshofes gezeigt
habe (Az.: VII ZR 456/98).
In dem verhandelten Fall hatte ein Bauherr für 65 000 Mark
eine Firma mit dem Bau von Balkongeländern beauftragt. Bei
Abschluss der Arbeiten entdeckte der Hauseigentümer etliche
Mängel und fragte die Firma schriftlich, ob und wann sie
zu Nachbesserungen bereit sei.
Die beauftragte Firma kam dem Wunsch nicht nach, der Bauherr
zahlte im Gegenzug die Rechnung nicht. Nach jahrelangem Rechtsstreit
entschied jetzt der Bundesgerichtshof, dass die Firma nach wie
vor einen Anspruch auf Vergütung habe. Die bloße Frage,
ob und wann nachgebessert werde, sei als Mängelrüge
nicht ausreichend. Wer sich derart unklar ausdrücke, dürfe
auch kein Geld zurückbehalten.
Garagenkosten: Wie diese einfordern?
Herne (gms) - Wenn eine Firma ihrem Angestellten die
Garagenkosten für die Unterbringung seines Firmenwagens
erstattet, stellt diese Erstattung Arbeitslohn dar, für
den Lohnsteuer gezahlt werden muss. Das gilt allerdings nur,
so weit der Firmenwagen privat genutzt wird. Gibt es hierzu keine
Unterlagen wie zum Beispiel ein Fahrtenbuch, so kann das Finanzamt
den Anteil mit 25 Prozent ansetzen. Das berichtet die in Herne
erscheinende Fachzeitschrift "Neue Wirtschafts-Briefe"
unter Hinweis auf ein Urteil des Finanzgerichtes Hamburg (Az.:
I 1142/97). Gegen das Urteil ist noch ein Revisionsverfahren
beim Bundesfinanzhof in München anhängig.
Ameisen im Wohnbereich!
(gms) - Ameisen, Stubenfliegen,
Motten und andere Insekten entwickeln sich jetzt in vielen Häusern
wieder zur Plage. Doch Ungeziefer muss nicht unbedingt mit der
"chemischen Keule" bekämpft werden. Häufig
reichen gesundheits- und umweltverträglichere biologische
Methoden aus, heißt es bei der Verbraucher-Zentrale Sachsen
(VZS) in Leipzig.
Als erste Hilfe gegen Ameisen habe sich der Staubsauger bewährt.
Anschließend sollten die Zugänge, durch die die Insekten
ins Haus kommen, mit Kitt oder Lehm abgedichtet werden. Ideale
Mottenabwehr sind unter anderem Lavendel, Zedernholzscheiben
oder getrockneter Rosmarin, die in einem kleinen Beutel zwischen
die Kleider gelegt werden.
Einen Überblick über empfehlenswerte Schädlingsbekämpfungsmittel
gibt die von der VZS herausgegebene Broschüre "Schädlingsbekämpfung
im Haushalt ohne Chemie". Das 43-seitige Heft kann zum Preis
von 8,50 Mark bestellt werden beim Beratungszentrum der Verbraucher-Zentrale
Sachsen, Scherlstraße 18, 04103 Leipzig, oder telefonisch
unter der Rufnummer 0190/79 77 75 (2,42 Mark pro Minute).
Immer häufiger greifen
die Kunden zur Kunststoffflasche
Neuwied (gms) - Immer mehr Verbraucher in Deutschland bevorzugen
leichte, bruchsichere Verpackungen. Bei Erfrischungsgetränken
greifen inzwischen 46 Prozent zu den sogenannten PET-Flaschen.
Das berichtet die Fachzeitschrift "Lebensmittel Praxis"
(Ausgabe 11/2000) unter Berufung auf eine Studie der Gesellschaft
für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg. Insgesamt liegt
der Anteil der Kunststoffverpackungen bei Getränken demnach
bei 14,2 Prozent. Attraktiv seien die PET-Flaschen vor allem
wegen ihrer hohen Bruchsicherheit und des im Vergleich zu Glas
geringeren Gewichts, so das Ergebnis der Umfrage unter insgesamt
2 511 Personen. Europaweit habe die PET-Menge im vergangenem
Jahr um zwölf Prozent zugelegt.
Fassaden bewährt und
gut sanieren
... mit dem witterungsfesten Isolierklinker-System von Haacke
Celle/Uelzen. Die allgemeinen Witterungsbedingungen
aber auch die zunehmende Umweltbelastung der letzten Jahre und
Jahrzehnte hat auf vielen Hausfassaden Ihre Spuren hinterlassen.
Zudem wurden häufig durch falsche Maßnahmen in der
Vergangenheit Bauschäden quasi vorprogrammiert, indem beispielsweise
Innendämmungen eingebaut wurden, ohne vorher mit einer Tauwasserberechnung
zu prüfen, ob diese Maßnahme tatsächlich geeignet
ist.
Eindringender Schlagregen und damit verbundene Feuchtigkeitsschäden,
Algen- u/ Moosbefall, Rissbildunsen, Tauwasseranfall in der Wand,
etc. sind hier nur einige der häufig anzutreffenden Erscheinungsbilder
bei älteren Putz- und Klinkerfassaden.
Vielfach bleibt dann als einzige Sanierungsmöglichkeit nur
die Montage einer neuen Fassade. Als optimale Variante haben
sich hier Isolier-Klinker-Systeme erwiesen. Solche Systeme, wie
der Haacke-Isotierklinker, bestehen aus einer Wärmedämmung
wie z.B. Styropor sowie aufgebrachten Markenklinkern. Im Unterschied
zu der herkömmlichen Vormauerurig tragen Isolierklinker-Systeme
trotz deutlich besserer Wärmedämmung weniger stark
auf, so dass der Lichteinfall an den Fenstern nur unwesentlich
reduziert wird.
Auch der Dachüberstand muss in der Regel nicht verbreitert
werden, so dass auch hierfür keine zusätzlichen Kosten
anfallen, Für die Hausecken und Fenstereinfassungen werden
passende Fenster- u. Hausecken sowie Rollschichtelemente angeboten.
Die Plattenstöße verrügen über Nut-Federverbindungen
bzw. Überlappungen um Kältebrücken generell auszuschließen.
Die einzelnen Elemente werden über die eingeschäumten
Distanzbuchsen jeweils direkt auf das vorhandene Mauerwerk geschraubt,
so dass keine Fundamentverbreiterungen erforderlich sind. Zudem
sorgt die außen befindliche Wärmedämmung für
eine deutlich bessere Dampfdiffusion.
Die Firma Haacke produziert und vertreibt dieses System seit
nunmehr 40 Jahren den beliebten Haacke-Isolier-Klinker. Da die
Montage auch vom handwerklich geschickten Laien möglich
ist, wird dieses System in den letzten Jahren auch verstärkt
in Eigenregie angebaut.
Weitere Informationen erhalten Sie telefonisch unter 05141/805121
oder direkt im Werk von montags bis freitags (8.00 - 17.00 Uhr)
HAACKE + HAACKE GmbH + Co., 29227 Celle, Am Ohlhorstberge 3,
Tel.: 0 51 41 / 80 51 21, Fax: 0 51 41 / 8051 24.
Bitte Vorsicht auf der eigenen
Baustelle!
Bauherren sollten die Baustellenverordnung beachten
Lüneburg. "Vorsicht, Baustelle!" Dieses
Motto sollten sich alle Bauherren, auch private, zu Herzen nehmen,
denn die neue Baustelfenverordnung beinhaltet Pflichten, deren
Nichtbeachtung, unversehens unter Umständen teure Konsequenzen
haben kann.
So müssen sich alle Bauherren auch um den Arbeitsschutz,
auf ihren Baustellen kümmern. Da diese im Juli 1998 erlassene
Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen,
kurz Baustellenverordnung, vielen Bauherren unbekannt ist, möchte
die Bezirksregierung Lüneburg darauf aufmerksam machen.
Die Baustellenverordnung wurde aufgrund des Arbeitsschutzgesetzes
erlassen und setzt damit eine Anforderung aus dem EU-Recht in
nationales Recht um. Die in der Verordnung normierten Gebote
gelten für alle Baustellen, an denen eine oder mehrere bauliche
Anlagen errichtet, geändert oder abgebrochen werden.
Unabhängig von der Größe der Baustelle hat jeder
Bauherr dafür zu sorgen, dass bei der Planung der Ausführung
eines Bauvorhabens, insbesondere bei der Einteilung der Arbeiten,
die gleichzeitig oder nacheinander durchgeführt werden,
und bei der Bemessung der entsprechenden Ausführungszeiten
für diese Arbeiten die allgemeinen Grundsätze des Arbeitsschutzgesetzes
berücksichtigt werdern.
Ist zu erwarten, dass auf der Baustelle die voraussichtliche
Dauer der Arbeiten mehr als 30 Arbeitstage beträgt und mehr
als 20 Beschäftigte gleichzeitig tätig werden, oder
der Umfang der Arbeiten voraussichtlich 500 Personentage überschreitet,
ist dem zuständigen Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt spätestens
zwei Wochen vor Einrichtung der Baustelle eine Vorankündigung
zu übermitteln, die mindestens die in der Verordnung genannten
Angaben (Ort der Baustelle, Name unct Anschrift des Bauherren,
Art des Bauvorhabens, Name und Anschrift des anstelle des Bauherren
verantwortlichen Dritten, Name und Anschrift des Koordinatars,
voraussichtlichen Beginn und Dauer der Arbeiten usw.) enthalten
muss.
Die Vorankündigung muss auf der Baustelle sichtbar aushängen.
Darüber hinaus muss bei bestimmten in der Verordnung genannten
besonders gefährlichen Tätigkeiten auf der Baustelle
ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan aufgestellt werden.
Werden auf Baustellen Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber
tätig, sind ein oder mehrere Koordinatoren zu bestellen.
Entsprechend den EU-rechtlichen Vorgaben richtet sich diese Vorschrift
an alle Personen, die als Bauherren in Erscheinung treten. Unmaßgeblich
dabei ist, ob es sich um private oder öffentliche Vorhaben
handelt.
Wenn sich der Bauherr nicht in der Lage sieht, die ihm obliegenden
Pflichten zu erfülJen, können diese durch Vertrag auf
eine geeignete dritte Person übertragen werden. Verstöße
gegen die Vorschriften der Verordnung können mit einem Bußgeld
von bis zu 10000 Mark geahndet werden. Für weitergehende
Fragen stehen die Staatlichen Gewerbeaufsichtsämfer in Celle
und Lüneburg zur Verfügung.
Hundertwassers blaue Mauritius
"Die" Briefmarke in der Ausstellung in Uelzen
Uelzen (bk). Er habe die kleinen bunten Bildchen, die
auf einem Brief durch die ganze Welt reisen, schon immer geliebt,
schreibt Friedensreich Hundertwasser im Jahre 1979. Und im Gymnasium
hatte er sogar ein Gedicht auf die Briefmarke verfasst!
Man stelle sich den kleinen Jungen vor, der damals noch Fritz
Stowasser hieß, der einfach Briefe an exotisch klingende
Städte in der ganzen Welt verschickte, in der Hoffnung,
eine Antwort - und damit auch eine farbige Botschaft - zu erhalten.
Heute gibt es 21 Motive, die den typischen Stil des Wiener Malers
um den Erdball tragen. Sie alle sind in der Hundertwasser-Ausstellung
in Uelzen zu sehen. Im Original, als Ersttagsbrief oder mit Ersttagsstempel,
beginnend mit einer für Kuba aus dem Jahre 1967. Es sind
keine Reproduktionen seiner Bilder, denn der Künstler entwarf
für seine Lieblingssammelobjekte immer Motive neu, die im
Entwurf auch eine Werknummer bekamen.
Außer für die Karibische Republik gibt es die begehrten
Postwertzeichen für Österreich, den Senegal, die Vereinten
Nationen, die Kapverdischen Inseln, Liechtenstein und Luxemburg.
So ist zum Beispiel die für den Europarat entworfene Marke
ein Symbol für das friedliche Zusammenleben aller Völker
und Rassen in der Welt. Sie zeigt eine Reihe ,,Porträts"
von Menschen schwarzer, weißer, gelber und ,,roter"
Hautfarbe in trautem Miteinander. In der Ausstellung sind aber
auch Entwürfe zu sehen, die der Künstler nach dem Andruck
noch weiter entwickelte, und die erste Variante nicht auf dem
Markt zu ließ: Eine ,,Blaue Mauritius" à la
Hundertwasser.
Mit den geschaffenen Briefmarken hat sich der Meister einen Traum
erfüllt, Bilder aus einer fernen Welt nach Hause holen
zu können. Kleine Motive, die erzählen von fremden
Menschen, exotischen Landschaften, Sitten und Gebräuchen.
Im Sommer diesen Jahres erscheint in Österreich eine Marke
mit dem 22. und letzten Motiv des Künstlers. Andere wird
es nicht geben, denn Hundertwasser hat untersagt, dass seine
Bilder zum Briefmarkenmotiv gemacht werden.
Privat-Sammler stellt seine
Hundertwasser-Werke aus
Neue Exponate in der Hundertwasser-Ausstellung zu sehen
Uelzen (rs). Von seinem Besuch in Uelzen begeistert stellte
ein privater Sammler aus Wien spontan zwei Stücke seiner
Sammlung für "HUNDERTWASSER - DIE AUSSTELLUNG"
zur Verfügung.
Bei den beiden Exponaten handelt es sich um seltene signierte
Probedrucke mehrfarbiger Radierungen aus dem Jahr 1982 ("Die
Bäume sind die Blumen des Guten" (HWG 81) sowie "Dach
der Sehnsucht" (HWG 82)).
Ein bunter Kunstbus mehr
Braunschweiger RBB fährt jetzt auch mit einem Hundertwasser-Motiv
Uelzen (bk). Die Geschichte ist sieben Jahre alt: Vom
18. Februar bis zum 1. April 1993 trugen 4 000 Busse ein Großplakat
von New York aus durch ganz Amerika. Wieder einmal das umfassend-vielfältige
Engagement des Wiener Künstlers Hundertwasser demonstrierend.
,,We live in paradise, don't destroy"- "Wir leben im
Paradies, zerstört es nicht" - war die Botschaft, die
jetzt, natürlich mit ,,Lizenz" , auch auf einem Kunstbus
des Braunschweiger Busunternehmens RBB durch unsere Lande fährt.
In der vergangenen Woche brachte das Gefährt von Hamburg
Ausstellungsbesucher in die Uhlenköperstadt. Es gibt kaum
Passenderes: Mit dem Hundertwasser-Bus zu entsprechenden Ausstellung,
die sich mehr und mehr zum Publikumsmagnet entwickelt.
Die Besucherzahlenbilanz der größten Hundertwasserausstellung
auf deutschem Boden bewegt sich mit großen Schritten in
Richtung 10 000, wie von einem zufriedenen Wolfgang Schmidt,
dem Chef des Event Art Teams, kürzlich zu erfahren war.
Hinrich Alpers & Meike
Bertramwurden zweite Bundessieger
Hervorragender Erfolg für das Uelzener Kammerkonzert-Duo
Uelzen/Berlin (rs). In einer der vorangegangenen Ausgaben
portraitierte der Uelzener General-Anzeiger den jungen Klavier-Virtuosen
Hinrich Alpers (18). In der vergangenen Woche machte der Uelzener
erneut von sich Reden: Alpers konzertierte (am Klavier gemeinsam
mit der 17-jährigen Violinistin Meike Bertram (Geige) als
Landesssiegerduo Niedersachsens in der Altersklasse V beim Bundesentscheid
des Wettbewerbs "Jugend musiziert 2000" in Berlin.
Etwa 2000 Preisträger traten dabei an. In der schweren Sparte
Klavier/ Geige (Kammerkonzertmusik) gelang den Uelzenern in ihrer
Altersklasse (17- bis 18-Jährige), bei der 34 Paare vorspielten,
ein hervorragender zweiten Platz zu erreichen. Lediglich vier
Paare erspielten sich bessere Noten. Am vergangenen Freitag wurden
Meike Bertram und Hinrich Alpers sowie die anderen Qualifikanten
vom Bundespräsidenten empfangen. |