Uelzen - Info

General - Anzeiger

 

Lokales

 
Gerd Witt König 2000

Suhlendorfer Landbäckerei
zeigt sich innovativ

Kinderschützenfest seit
50 Jahren

Danksagung an Blutspender

Bürgermeisterkette durch
Stadtsiegel verschönert

Uelzener vom THW mit
in Mosambique

"Die Idee ist alles!"

Cord-Hinrich Dageförde nimmt es mit Humor

Formentera -unberührtes
Paradies


Auf dem Kamm des Erzgebirges

"An der Rosenmauer"

Rosenau-Trio in den Senioren-Residenz

Bäcker Hirse mit Hanf-Produkten

Modernes Verkaufsfahrzeug für
Bäckerei Hirse


Expo Kommentare

Bei Eigenbedarf-Fristen beachten

Abschaffung des Rabattgesetzes

Pfusch am Bau

Garagenkosten: Wie diese einfordern?

Ameisen im Wohnbereich

Immer beliebter PET-Flasche

Fassaden bewährt und gut sanieren

Vorsicht auf der eigenen
Baustelle


Hundertwassers blaue Mauritius

Privat Sammler stellt
Werke zur Verfügung


RBB fährt mit Hundertwasser Motiv

Uelzener Kammerkonzert-Duo
zweiter Bundessieger





 
 

 
 
 

 
 



 
 

 
 
 

 
 


 
 
 

Ausgabe 21. Juni 2000




Gerd Witt König des Jahres 2000
Uelzener Schützengilde feierte den Rottmeister aus Molzen

Uelzen (jm). So vollbesetzt wie bei der Königsproklamation sieht man den Festsaal der Stadthalle nicht oft. Verständlich, dass Stadthauptmann Heinz-Joachim Höfer nur eine kleine Zahl der geladenen Gäste stellvertretend für alle begrüßen konnte. Immerhin galt es eine Art "Zeitplan" einzuhalten, sollte das traditionelle Grenzbeziehen auf dem Herzogenplatz doch pünktlich vonstatten gehen.
Doch zuvor standen einige Reden, unter anderem von Bürgermeister Günter Leifert auf dem Programm: Als "doppelt historisch" bezeichnete er das diesjährige Schützenfest, zum einen wegen des Jahres 2000, zum anderen, weil in diesem Jahr im Dezember der 750 Stadtgeburtstag ansteht.
Der Höhepunkt der Festveranstaltung war selbstverständlich die Proklamation des neuen Schützenkönigs: Gerd Witt heißt die neue Majestät, die von Bürgermeister Leifert "inthronisiert" wurde. Mit einem 763-er Teiler lag der Leistungsschütze und Rottmeister um Längen vor den zweit- und drittbesten Kameraden.
Die musikalische Umrahmung - Oldenstädter Fanfarenzug, Uelzener Jagdhornbläser und die Wallgauer - rundeten die festliche Proklamation ab.
Wenige Stunden später wurden die Uelzener Zeuge eines weiteren historischen Momentes in der Geschichte der Uelzener Schützengilde: Hunderte Besucher hatten sich auf dem Herzogenplatz versammelt, um dem großen Zapfenstreich auf dem Herzogenplatz beizuwohnen, der trotz einsetzenden Regens für alle Teilnehmer als ein großartiger Ohrenschmaus in Erinnerung bleiben wird. Ebenso, wie das traditionelle Grenzbeziehen, dass bereits am Montag vonstatten ging. Besonders erwähnenswert ist die Akzeptanz der Bürger gegenüber ihrer Gilde: Bei allen Programmpunkten des Festes umrahmten sie ihre Schützen mit Jubel.

 

Suhlendorfer Landbäckerei zeigt sich innovativ

Suhlendorf (rs). Bodo Hirse, Geschäftsführer der Suhlendorfer Landbäckerei geht gern neue Wege, um seine Kunden stets zufrieden stellen zu können. Am vergangenen Sonnabend präsentierte sich Hirse auf dem Uelzener Wochenmarkt mit einem neuen Verkaufsfahrzeug. Das moderne, optisch positiv ansprechende Backwarenverkaufsmobil, dass seinen Einsatz auf dem Wochenmarkt, wie als Aktionsfahrzeug bei Sonderveranstaltungen bestreiten wird, überzeugt durch seine kundenfreundlich Gestaltung.
Und weil er eben aufgeschlossen für alles Neue ist, experimentiert Hirse seit geraumer Zeit erfolgreich mit ballaststoffreichen Hanf-Produkten. Hanf ist ein hochwertiger Rohstoff für die Lebensmittelindustrie. Die Hanfnuss liefert alle lebenswichtige essentiellen Fettsäuren, alle Aminosäuren und die Vitamine B, BI und E.

 

Kinderschützenfest seit 50 Jahren
Uelzen ermittelte den König der Könige

Uelzen (jm). Zum 50. Jubiläum des Kinderkönigsschießens gab es etwas ganz besonderes: In diesem Jahr wurde erstmals der König der Kinderkönige ausgeschossen: Jeder, der, der in den letzten 50 Jahren Kinderkönig oder -königin war, hatte die Chance, abermals sein Können an der Scheibe zu beweisen.
Etwa eine Stunde länger als geplant dauerte das Schießen, dann nahm Stadthauptmann Heinz-Joachim Höfer Im Beisein zahlreicher Eltern und Großeltern die Ehrungen vor.
Der König der Kinderkönige bekam die Ehrenscheibe und den Eulenpokal, einen Eulenpokal erhielt ebenfalls der zweitplatzierte und für den drittbesten gab einen Ehrenpreis.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Homepage der Uelzener Schützengilde unter "www.sg-uelzen.de".

Ergebnisse

Kinderkönig: 1. Christopher Fehlhaber, Rg. 57, Teil. 27; 2. Domenic Schulz, Rg 56, Teil. 110, 3. Steffen Jekel, Rg 55, Teil. 83.
Kinderkönigin: 1. Martina Schulze Rg 59, Teil.101; 2. Anna-Le Borchmann Rg 59, Teil. 172,; 3. Hannah Marwede, Rg 57, Teil. 144.
König der Kinderkönige: 1. Tina Behn Rg 60, Teil. 43,2; 2. Jens Kunze, Rg. 60, Teil. 84,6; 3. Natascha Krahn, Rg. 60, Teil. 89,0

 

Blut für andere in einer materiellen Gesellschaft - kein Widerspruch!
Empfang der Stadt Uelzen als Danksagung an Blutspender im Kreisgebiet

Uelzen (jm). "Bisher sind wir gewohnt, dass Bürgerinitiativen fordern und verlangen, die Bürgerinitiative, die Sie verkörpern, will geben", so Bürgermeister Günter Leifert beim Empfang engagierter Blutspender und DRK-Mitarbeiter am vergangenen Freitag im Rathaus.
In einer Gesellschaft, die zunehmend materiell orientiert sei, zeuge diese Spendenbereitschaft von menschlicher Größe; es werde uneigenützig wertvolles geleistet, damit Leben gerettet.
Mit dem Empfang im Rathaus wurde den Spendern Dank und Anerkennung ausgesprochen, der Gesellschaft müsse bewusst gemacht werden, "was hier geleistet wird", so der Bürgermeister weiter.
Derart freundliche Worte sei man "nicht unbedingt gewohnt", so Ursula Lassen, Hauptabteilungsleiterin der Blutspenderwerbung des DRK, viele Gemeinden lehnten öffentliche Empfänge ab. Sie dankte den Spendern für deren Bereitwilligkeit zur Blutspende. Obwohl im Mai dieses Jahres 10000 mehr Spender verzeichnet werden konnten als im selben Monat des Vorjahres, sieht bei den Konserven "sehr eng und knapp aus". Zum einen liege das daran, dass es in diesem Jahr sehr viele Unfälle gab und mit Blick auf die Ferien "verdächtig viel operiert" werde.
Die Altersgrenze für Blutspender (68 Jahre) bezeichnete sie als wilkürlich, in den USA beispielweise sei die Altersgrenze aufgehoben worden, in anderen Ländern liege sie bei 75 Jahren. Die Ärzte sollten nach medizinischen Gesichtspunkten selbst über das Spenderalter entscheiden können, appellierte sie. Mit dem Erreichen der Altersgrenze gingen jedes Jahr 2 Prozent der Spender verloren.

 

Bürgermeisterkette durch Stadtsiegel verschönert

Uelzen (mb). Der Bürgermeister Günther Leifert lud kürzlich zu einem Empfang im Rathaus, um sich damit für eine Spende der Schützengilde zu bedanken. Diese hat, auch mit finanzieller Unterstützung anderer Uelzener Bürger, die Bürgermeisterkette mit dem Stadtsiegel von 1270 verschönert. "Dies geschah sicher nicht nur, um die Kette vor dem Bauch des Bürgermeisters nicht so klein aussehen zu lassen", wie Stadthauptmann Heinz-Joachim Höfer scherzhaft bemerkte, sondern auch, um zu unterstreichen, dass die langjährige Tradition der guten Zusammenarbeit zwischen der Gilde, der Stadt und dem Rat auch in Zukunft weiter geführt werden wird.
Leifert bedankte sich herzlich und erwähnte in diesem Zusammenhang das Gilde-Silber, das im Rathaus ausgestellt wird. Die Kette wird auch von dem Stadtwappen und dem Wahrzeichen der Stadt geziert, das Goldene Schiff, das ein Reisender 1609 vom fernen London nach Uelzen brachte.
Der Empfang war ein schöner Auftakt zu den Festlichkeiten der ehrwürdigen Schützengilde, die in diesen Tage ihren Höhepunkt finden.

 

Uelzener beim Einsatz des THW in Mocambique
Der 42-jährige Roland Hess war mitverantwortlich für die Trinkwasseraufbereitung

Durch starke Regenfälle im Februar/März dieses Jahres wardas Land Mocambique von einer Überschwemmungskatastrophe von verheerendem Ausmaß betroffen. Nach Schätzungen offizieller internationaler Stellen waren rund 1,9 Millionen Menschen zu Schaden gekommen. Der Bereich der Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser hat in den vergangenen Wochen erheblich an Bedeutung gewonnen. Das THW war daher vom Bundesministerium des Inneren und dem Auswärtigen Amt beauftragt worden, Expertengruppen in das Land zu entsenden, um in dem Bereich der Trinkwasser-Versorgung tätig zu werden. Der 42-jährige Hausmeister Roland Hess aus Uelzen war mit dabei.

Uelzen (rs). Mit einem sechsköpfigen Spezialistenteam flog Hess Ende April 23 Stunden lang zum Einsatzschwerpunkt nach Beira, um dort die Trinkwasserproduktion in der Region Nova Mambone in Zentralmocambique wiederherzustellen. "Die Tagestemperatur lag bei rund 30 Grad Celsius, es herrschte eine enorm hohe Luftfeuchtigkeit und immer wieder kam es zu kurzen aber heftigen Regenschauern", erinnert sich Hess.
Hess' Hauptaufgabe war es im OV Machanga, örtliche Brunnen zu reinigen, die durch die Überflutungen erheblich verschmutzt waren. So sollte sichergestellt werden, dass auch nach Beendigung des Einsatzes der Trinkwasseraufbereitungsanlagen hinreichend sauberes Wasser für die Dorfbewohner zur Verfügung steht. Täglich bereiteten er und seine Kameraden rund 15 bis 20 000 Liter Wasser für die etwa 15 000 Bewohner des Distrikts auf. "Von 15 Pumpen, die es bis zur Katastrophe gab, waren lediglich acht übrig geblieben", berichtet der Uelzener. Diese wurden instandgesetzt und mit einheimischenSchwengelpumpen versehen.
"Es war schon abenteuerlich", gesteht der gelernte Elektriker ein, der zum vierten Kontingent des Technischen Hilfswerks gehörte und vier Wochen - neun Stunden täglich - in Mocambique humanitäre Hilfe leistete. "Das Lager besteht aus zwei Thermoschlafzelten, einer Küche und einem Lagerzelt und vielen, vielen Mücken", faxte er in die Heimat.
Als besonderes Erlebnis nannte Hess den Flug in einem 25 Jahre alten russischen Hubschrauber, der nicht vertrauenswürdig erschien, ebenso wenig wie der bulgarische Pilot in Badesandalen. Zudem war der THW'ler, der der Fachgruppe Infrastruktur in Uelzen angehört und beim THW den Fachlehrgang Brunnenbau absolviert hatte, das erste mal mit einem Flugzeug unterwegs gewesen.
Die Trennung von der Familie habe er einigermaßen gut verkraftet. Ein Sateliten-Telefon habe jederzeit die Heimat greifbar gemacht. Auch habe seine Ehefrau ihn jederzeit in seinem humanitären Vorhaben unterstützt.

 

"Die Idee ist alles!"
Color-Foto bringt Bericht über die Arbeit von H. J. Thalau

Rätzlingen (rs). An seinen Namen unter zahlreichen Fotos in den Zeitungen und Blättern im Landkreis Uelzen hat man sich gewöhnt, so sehr auch an Qualität gewöhnt, dass man bei der Zeile "Foto: H. J. Thalau" eine besondere Aufnahme erwartet und sie getrost erwarten darf. Denn der 58-Jährige, der erst 1989 eine Fotografenlehre begann, komponiert seine Werke, bezieht von vornherein alle entscheidenden Faktoren für das spätere Produkt mit ein. Nahezu omnipräsent sind in der Uhlenköperstadt die Shots und Montagen des Fotodesigners aus Rätzlingen, der u. a. mit Gottfried Helnwein zusammen arbeitete. Thalau - freier Mitarbeiter des Uelzener General-Anzeigers - geht in seinen Arbeiten oft ungewöhnliche Wege. Mit Leuchtfarben-Präparaten bringt er z. B. seine Modelle zum "Leuchten". Diese Technik interessierte die Redaktion des renommierten Fachblattes "Color Foto" so sehr, dass sie Thalaus Methode in der heute erscheinenden Ausgabe unter der Rubrik "besser fotografieren" ausführlich beschreiben.
"Die Idee ist alles", meinte Fotodesigner Thalau. "Aber vor der kreativen Aufgabe kommt zuerst die Arbeit." Eine befreundete Visagistin trägt beim Modell eine spezielle Farbe für UV-Beleuchtung auf. Arbeitsaufwand: bis zu vier Stunden! Mittels eines UV-Blitzgerätes und Strahlern werden die aufgetragenen Farben hervorgehoben.

 

Cord-Hinrich Dageförde nimmt es mit Humor

Uelzen. Pastor Cord-Hinrich Dageförde nimmt seine einstweilige Suspendierung aus seinem Amt als Oldenstädter Pastor mit einer Prise Humor. Der Mann gegen den seitens der Landeskirche Hannover ein Verfahren läuft, das keineswegs die Wiederkehr in seine Funktion ausschließt und der bislang keine Möglichkeit hatte, sich gegenüber der Presse zu äußern zitiert hinsichtlich seiner momentanen persönlichen Situativon das Gedicht von Heinrich Seidel "Das Huhn und der Karpfen".
Auf einer Meierei, da war einmal ein braves Huhn, das legte, wie die Hühner tun, an jedem Tag ein Eiund kakelte, mirakelte, spektakelte, als ob's ein Wunder sei! Es war ein Teich dabei, darin ein braver Karpfen saß und stillvergnügt sein Futter fraß, der hörte das Geschrei, wie's kakelte, mirakelte, spektakelte, als ob's ein Wunder sei! Da sprach der Karpfen: "Ei! Alljährlich leg' ich 'ne Million und rühm mich des mit keinem Ton. Wenn ich um jedes Ei so kakelte, mirakelte, spektakelte - was gäb's für ein Geschrei!

 

Formentera - unberührtes Paradies im Mittelmeer
Urlaub für Individualisten: Wo die Fische einem aus der Hand fressen

Formentera (bk) Zugegeben, die Anreise ist ein wenig umständlich. Wenn die mitreisenden Fluggäste auf Ibiza längst in ihrem Hotel relaxen, wartet auf Formentera-Urlauber noch die Überfahrt per Schiff, denn die 4 000 Einwohner der einsamen Trauminsel haben sich vor Jahren kategorisch gegen einen eigenen Flugplatz ausgesprochen. Auch große Hotelneubauten wird der Besucher vergeblich suchen, für die Balearen insgesamt gilt ein absolutes Baustopp.
Sanfter Tourismus ist noch garantiert
So sind die viel gepriesene Ruhe und der sanfte Tourismus garantiert, und die unberührte Natur wird nicht von Urlauberscharen platt gewalzt.
Aber nach einer knappen Stunde als Passagier einer durch Strömung und Wellengang schlingernden Fähre ist Formentera erreicht. Auf der 95 Quadratkilometer großen Insel geht es gemütlich zu und verlaufen kann man sich praktisch nicht. Die längste Entfernung am Stück beträgt nur 16 Kilometer und überhaupt lassen sich Landschaft und Leute am besten mit Fahrrad oder Motorroller erkunden.
Schroffe Steilküsten wechseln mit herrlichen Sandstränden, an denen es auch richtig einsam sein kann. Am Kap de Barbaria soll der schönste Sonnenuntergang zu bewundern sein und atemberaubend in die Tiefe (192 Meter) geht es am Leuchtturm von La Mola. Kleine Ortschaften, in denen auch viele Aussteiger der Flower-Power-Bewegung der 60-er Jahre Unterschlupf gefunden haben, bieten Inseltypisches. Kulinarischen Hochgenuss versprechen der Rotwein der Insel, Ziegenkäse und luftgetrockneter Schinken. Feigenbrot rundet diese Köstlichkeiten ab.
Wer schon an den nächsten Winter denken mag, ersteht vielleicht einen echten, handgestrickten Inselschaf-Wollpullover (Vorsicht, kratzt!), hübsche, geschmackvolle Keramik kommt aus einer Manufaktur.
Für Geschichtsbewusste bietet Formentera einige prähistorische Ausgrabungsstätten, die eine Siedlung belegen, die sich auf das Jahr 2000 vor Christus datiert. Auch sehenswerte Tropfsteinhöhlen erwarten den Besucher.
Das Maskottchen der Insel ist die grüne Smaragdeidechse. Auf Schritt und Tritt huscht sie über Wege, findet sich auf Souvenirs und T-Shirts wieder. Hat man ein wenig Geduld, sind die Mini-Dinos sogar zu füttern, denn längst haben sie sich an den Menschen gewöhnt und suchen die Terrassen der Gaststätten nach essbaren Krümeln ab. Für ein Stück Pfirsich sind sie ebenso dankbar!
Ähnlich zutraulich sind die Meeresbewohner, die auf ihre tägliche Fütterung geradezu zu warten scheinen.
Ein Urlaub auf der Insel ist nie langweilig. Denn außer Sonne pur ist er eine historische, naturkundliche und nicht zuletzt kulinarische Entdeckungsreise. Angenehm begleitet durch die Freundlichkeit und Gelassenheit der Menschen dort.

 

Auf dem Kamm des Erzgebirges
Viele Gründe für einen Besuch im thüringischen Kurort Oberwiesenthal - von Barbara Kaiser

Oberwiesenthal (bk). ,,Zwänge im Urlaub - und schon fühlt man sich, als habe man zu kurze Hosenträger an." Dieses Bonmot stammt von Weltmeister und Olympiasieger Jens Weißflog, und er beweist damit, dass er nicht nur Skispringen kann. Heute ist der 35-Jährige Ehrenbürger von Oberwiesenthal, der am höchsten gelegenen Stadt Deutschlands und führt ein Appartement-Hotel in seiner Heimatstadt. In 980 Metern Höhe, am Fuße des Fichtelberges.
Wenn man saubere Luft, unberührte Natur und keinen überlaufenen Massentourismus-Ort sucht, ist man hier richtig. Natürlich gibt es neben dem Haus Weißflog, in dem die Zimmer bezeichnender Weise nach berühmten Wintersportorten der Welt heißen, noch andere gepflegte Hotels.
Oberwiesenthal ist reich an Tradition und atmet Geschichte. Im Jahre 1406 wird der heutige Stadtteil Unterwiesenthal erstmals erwähnt. 1535 ist eine Brauerei fertig gestellt, 1664 die Apotheke gegründet. ,,1666 gab es Schneewehen von 13 Ellen Höhe, so dass die Leute aus den Dachfenstern heraus steigen mussten", berichtet die Chronik. Im Jahr 1708 verkehrt die Leipziger Post über Oberwiesenthal nach Karlsbad. Die alte Postmeilensäule an der Straße zeugt noch heute von diesem Ereignis.
Die Fichtelbergschwebebahn ist die älteste Seilschwebebahn Deutschlands, sie feierte im vergangenen Jahr ihren 75. Geburtstag. Auf dem Weg zum 1214 Meter hohen Gipfel genießt der Gast die Schönheiten des Erzgebirges. Der Blick zum 30 Meter höheren Keilberg in der Tschechischen Republik ist zu jeder Jahreszeit reizvoll. Bei Höhenangst kann man den Gipfel aber auch erdverbundener erklimmen: die Fichtelberg-Schmalspurbahn wurde vor drei Jahren hundert und windet sich, vernehmlich schnaufend, über 17 Kilometer Fahrstrecke von Cranzahl bis Oberwiesenthal. Sie bezwingt dabei 240 Meter Höhenunterschied.
Der Kurort kann aber auch Ausgangspunkt für Ausflüge sein. Ein Kurztrip in die Goldene Stadt Prag oder nach Karlovy Vary ist ebenso attraktiv wie ein Besuch in Dresden oder Freiberg. Marienberg, Olbernhau, Annaberg oder Seiffen erzählen von der alten Bergwerkstradition, die liebevoll gepflegt wird, und den Holzspielzeugmachern, deren Berufsstand nach der Wende lange Zeit um Anerkennung kämpfen musste.
Man kann sich die 1000-er des Erzgebirges vornehmen oder das Wanderwege- und Radnetz erkunden, in Thermalbädern relaxen und in Schaubergwerken alte Techniken bestaunen. Der Gast sollte typisch erzgebirgische Küche probieren oder den jährlichen Skifasching nicht versäumen.
Und wenn er die weiten Täler verlässt, nimmt er vielleicht zu seinen Eindrücken die Melodie des Heimatdichters Anton Günther mit und summt leise ,,Oh Arzgebirg, wie bist du schie..." vor sich hin.

 

"An der Rosenmauer": Wo Sie mitten im Leben wohnen

Uelzen (bk). Im gemütlichen Restaurant mit den wunderbaren stilisierten Rosen im Bleiglasfenster wird gerade ein 85. Geburtstag gefeiert, zu dem auch der Probst zum Gratulieren vorbei schaut. Und in einem der großzügigen Appartements stoßen ein paar Damen auf die neu angebrachte Markise an: Man muss die Feste feiern, wie sie fallen!
In der Senioren-Residenz ,,An der Rosenmauer" in Uelzens Achterstraße fühlen sich alle Bewohnerinnen und Bewohner außerordentlich wohl. Viele stellen sich nach ihrem Umzug hierher die Frage, warum sie diesen Schritt nicht schon viel eher getan haben.
Seit dem Richtfest sind mehr als drei Jahre vergangen, und das Haus ist für die Senioren der Stadt auch zu einem gesellschaftlichen Mittelpunkt geworden. Die ersten Bewohner zogen im Jahr 1998 ein, und die Residenz hat sich einen Namen gemacht mit ihren vielfältigen Veranstaltungen und Möglichkeiten, auch im Alter den Alltag niveauvoll und abwechslungsreich zu gestalten.
,,Im Mittelpunkt soll bei uns immer der Mensch stehen", betont das geschäftsführende Ehepaar Hannelore und Hans-Christoph von Oheimb, ein wohltuendes Credo in Zeiten zunehmender sozialer Kälte.
Die Senioren, die hier ein neues Zuhause gefunden haben, leben mit so viel Selbständigkeit wie möglich und mit so viel Hilfe wie nötig. Alles ist perfekt auf die persönliche Situation des Einzelnen abgestimmt. Die neue Wohnung muss nicht als Eigentum erworben werden; auch als Mieter hat der Bewohner das Wohnrecht auf Lebenszeit. So kostet beispielsweise ein 28 Quadratmeter-Appartement 2 200 Mark. Erschrecken sollte man bei dieser Monatsaufwendung nicht, denn der Preis enthält zahlreiche Serviceleistungen. So alle Betriebskosten und sonstige Mietnebenkosten. Ebenso das Mittagessen im Bewohnerrestaurant. Das Appartement wird wöchentlich gereinigt. Die Gebühren für den Anschluss des Kabelfernsehens sind im Preis inklusive, die allgemeinen Dienste der Etagendamen und der Rezeption selbstverständlich auch, hausinterne Telefonate und die erste Hilfe und Bereitstellung des Pflegepersonals Tag und Nacht ebenfalls.
Wer sich nicht gleich zu entschließen vermag, ob die eigenen vier Wände in der Residenz denen einer anderen Wohnung vorzuziehen sind, kann auch einmal ein Probewohnen riskieren. Bestimmt wird es ihm hier, in der Gesellschaft, viel besser gefallen.
Im hauseigenen Pflegebereich stehen Zimmer für eine Pflege, zum Beispiel zur Rehabilitation nach einem Krankenhausaufenthalt bereit. Sie können auch von Nicht-Heimbewohnern vorüber gehend bezogen werden. Für den Besucher gibt es zusätzlich jederzeit die Möglichkeit, auch im eigenen Appartement gepflegt zu werden. Das bezieht sich nicht nur auf vorübergehende Erkrankungen, sondern auch auf andauernde Pflege und Betreuung.
Die Lage des Hauses direkt in der Fußgängerzone der Innenstadt ist für einen Neubau geradezu einmalig günstig. Die kurzen Wege zu allen Geschäften, Banken und Ärzten sind gut zu bewältigen, so dass die Menschen nicht das Gefühl haben, auf die ,,grüne Wiese" abgeschoben worden zu sein. Den breiten Raum, der für die persönliche Lebensgestaltung bleibt, schätzen die Bewohner sehr. Und noch dazu ist das neue Zuhause bei Reisen gut bewacht und behütet. So besuchte kürzlich eine 90-jährige Bewohnerin auf einer längeren Reise ihre Tochter in Singapur und brachte von dort einer anderen Bewohnerin Orchideen mit. Auch ein Zeichen dafür, dass die Alten von heute keineswegs den Lehnstuhl bevorzugen!
150 Mietern bzw. Eigentümern wird die Senioren-Residenz einmal ein neues Heim bieten, wenn auch die letzten, verbliebenen Appartements belegt sind. Ein Zuhause, das mehr ist, als ein Dach über dem Kopf.
Hier gibt es eine Fülle an Möglichkeiten, in jeder Lebenssituation seinen persönlichen Lebensweg zu finden. Hier wird der Geburtstag zum Erlebnis, denn man feiert ihn mit Freunden, Verwandten und Bekannten. Dort versprechen monatliche Veranstaltungen, wie Modenschauen oder Konzerte, Vorträge und Ausflüge Abwechslung und Niveau. Gäste sind dabei willkommen.
Das öffentliche Restaurant ist auch Fremden zugänglich für einen Aufenthalt bei Mittagessen, Kaffee oder Abendbrot. Die wöchentlich herausgegebene Speisekarte wird auch von Leuten regelmäßig studiert, die nicht hier wohnen, die aber zum Essen den Stil und Komfort des Hauses schätzen.
Die Senioren-Residenz ,,An der Rosenmauer" Uelzen ist eine architektonische Perle, die das Zentrum der Stadt bereichert, so wie sich ihre Bewohner bereichert fühlen durch einen sinnerfüllten Lebensabend, den sie hier verbringen dürfen. Dafür stehen Hannelore und Hans-Christoph von Oheimb und ihr Team, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Wärme und Mitmenschlichkeit zu vermitteln.

 

Kammerkunst und Poesie von Klassik-Ensemble
Rosenau-Trio in der Senioren-Residenz

Uelzen (mb). Es war ein beeindruckeneder Ohrenschmaus, dem man kürzlich in der Senioren-Residenz in Uelzen lauschen durfte. Das Rosenau-Trio aus Baden Baden gab sich die Ehre und entzückte mit einem Gedenkkonzert, das dem 50. Todestag des ostpreußischen Dichters Ernst Wiechert gewidmet war.
Das Trio verknüpfte Stücke von Franz Schubert mit Teilen aus den Werken des Dichters, die jeweils von biographischen Aufzeichnungen eingeleitet wurden. So ergab sich eine abgerundete Darbietung, die mit viel Liebe zur Poesie das Schaffen und Leben des Ostpreußen würdigte.
Ernst Wiechert, geboren am 18. Mai 1887, verarbeitete in seinen Büchern überwiegend biographische Erlebnisse und Eindrücke. Seine bekanntesten Werke sind "Wälder und Menschen", "Die Majorin" und seine letzte Veröffentlichung "Missa sine nomine", das nach seiner Haft im KZ-Buchenwald entstand. Ernst Wiechert, den die Liebe zur Natur davon abhielt, der Schnelllebigkeit der heutigen Zeit und der davon ausgehenden Faszination zu erliegen, starb 1950.
Das Rosenau-Trio, eine bekannte Kammerkunstvereinigung, trat zum wiederholten Male erfolgreich in der Senioren-Residenz "An der Rosenmauer auf. Die drei Künstler, Martin Winkler, Helga Becker-Winkler und Holger Bornschier, können auf mehrere erfolgreiche Tourneen zurückblicken, die sie auch ins außereuropäische Ausland geführt haben.

 

Ein Inhaltsstoff macht neugierig
Suhlendorfer Landbäckerei mit Hanf-Produkten

Sie schmecken nussig, die Hanf-Produkte des Bäckers Bodo Hirse, Chef der Suhlendorfer Landbäckerei. Hirse, der seit 16 Jahren selbständig seinen Betrieb leitet und zusätzlich das Amt des Obermeisters der Bäcker-Innung Uelzen inne hat, geht gern neue Wege. "Das Handwerk muss sich gegen industrielle Produkte absetzen", ist sein Credo. Nichtzuletzt deshalb verwirklichte er bereits vor Jahren seinen Traum und kaufte sich einen fahrbaren, holzbeheizten Holzbackofen für Wochenmärkte und Sonderveranstaltungen, wo er mit seinen frischen Backwaren immer eine der Attraktionen darstellt. Und weil er "aufgeschlossen für alles Neue" ist, experimentierte Hirse erfolgreich mit ballaststoffreichen Hanf-Produkten. Sein neuester Coup ist jedoch sein Multifunktions-Verkaufsfahrzeug, das seine leckeren Spezialitäten mit Atmosphäre dem Kunden näherbringt.

Suhlendorf. Textilien, Kosmetik und Papierwaren aus Hanf haben sich längst am Markt etabliert. Ein spezielles Schälverfahren ermöglicht die industrielle Verwertung des Hanfsamens auch in der Lebensmittelbranche. Mit Hanf angereicherte Lebensmittel erobern jetzt die Supermarktregale. Von Schokolade und Pralinen über Müsliriegel, Eis, Joghurt bis hin zu Nudeln, Brotwaren und Gebäck - dem Einsatz von Hanf in Lebensmitteln scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein.
Nachdem die leidige Diskussion um die Rauschwirkung von Nutzhanf vom Tisch ist und die EU seit 1996 den Anbau THC-armer Hanfsorten fördert, erlebt die 5000 Jahre alte Nutzpflanze ein Comeback.
Der Rohstoff hat neben Naturkosthandel und Reformhäusern in der Bäckereibranche Einzug gehalten. Bei Coop und Migros in der Schweiz sind hanfhaltige Produkte schon gelistet. Das Londoner Nobelkaufhaus Selfridges führt sie, und sogar in deutschen Tankstellen-Shops stehen die kulinarischen Hanfspezialitäten bereits in den Regalen.
Kaum eine andere Kulturpflanze bietet so viele Produktvorteile. Hanf wächst problemlos im europäischen Klima, benötigt keine chemischen Hilfsmittel und sein ökologischer Nutzwert als nachwachsender Rohstoff ist konkurrenzlos. Neben den vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten der Hanffaser sind die Hanf-Samen, die aus botanischer Sicht zu den Nussfrüchten zählen, gleichzeitig ein ernährungsphysiologisch, hochwertiger Rohstoff für die Lebensmittelindustrie. Die Hanfnuss liefert alle lebenswichtige essentiellen Fettsäuren und Aminosäuren, die Vitamine B, BI und E. Die Allergiker profitieren vom hohen Gehalt an Gammalinolensäure sowie der Glutenfreiheit, die Trendsportler vom hohen Proteingehalt.
Bei den "süßen Anwendungen" substituieren die Hanfkörner durch ihren nussigen Geschmack im Prinzip andere Nüsse. Aber auch in ausgepresster Form finden sich immer mehr Nutzungsmöglichkeiten für Hanf-Öle.
"An der Wiederentdeckung der traditionellen Hanfbutter und Hanfmargarine wird derzeit intensiv gearbeitet", weiß Rafael Dulon, Inhaber der Hanf-Farm in Drewitz. Das sachsen-anhaltinische Unternehmen brachte 1997 das erste Hanf-Öl aus Bioanbau auf den Markt. Die positive Angebotsentwicklung auf der Rohstoffseite sowie die gute Resonanz der Verbraucher forciert derzeit die Investitionen im Verarbeitungsbereich. So planen sowohl die schwäbischen Verarbeiter wie auch ihre Konkurrenz in Sachsen-Anhalt einen weiteren Ausbau der Verarbeitungsanlagen.
Essen Sie bewusster! Essen Sie Spezial-Brote aus der Suhlendorfer Landbäckerei! Telefon- und Faxnummer 05820/ 9666, Internet: http://home.t-online.de/home/bodo.hirse.

 

Modernes Fahrzeug für Bäcker Bodo Hirse
GAMO baute optimalen Verkaufswagen

Rotenburg. Das neue Backwarenverkaufsmobil der Landbäckerei Hirse in Suhlendorf entstand in enger Zusammenarbeit mit Bäckermeister Bodo Hirse und der GAMO Verkaufsfahrzeuge Vertriebszentrale Nord GmbH. Unter Beachtung vom geltendem Lebensmittelhygienerecht und aus 25-jähriger Erfahrung bei der Herstellung von mobilen Verkaufskonzepten im Anhänger- und Selbstfahrerbereich entstand dieses moderne, optisch positiv ansprechende Backwarenverkaufsmobil, dass seinen Einsatz auf dem Wochenmarkt, wie als Aktionsfahrzeug bei Sonderveranstaltungen bestreitet.
Durch das tiefgebaute Fahrgestell ist die Innenstehhöhe für die Verkäufer/innen sehr niedrig, was einen optimalen persönlichen Umgang mit den Kunden erlaubt und eine perfekte Warenpräsentation bietet. Als einer der rührenden Hersteller in Deutschland und marktführender Anbieter von serienmässig, hydraulisch absenkbaren Verkaufsfahrzeugen hat GAMO seine Vertriebszentrale Nord in Rotenburg (Wümme) ansässig gemacht.
Von dort wird eine große Bandbreite von Verkaufsanhängern und - mobilen für alle Branchen angeboten.
Die Serviceleistung umfassen dabei alles vom Verkauf über die Reparatur bis zur Finanzierung dieser speziellen Fahrzeuge. Ein mobiler Kundendienst wird bei Bedarf vor Ort beim Kunden eingesetzt. Vergleichen Sie GAMO mit anderen Anbietern und entscheiden Sie selbst! Mobiles Verkaufen mit GAMO... die Alternative!
Weitere Informationen gibt Ihnen gerne GAMO Verkaufsfahrzeuge, Vertriebszentrale Nord GmbH, Brockeler Str. 2, 27356 Rotenburg (Wümme), Telefon 04261 /96l 6 60, Telefax 04261 / 96 1662, www.gamo-verkaufsmobile.de.

 

EXPO: St. Bürokratius regiert
Kommentar: Wer kurzentschlossen kommt, zahlt "Strafe" / Parkplatz kostet 20 DM

EXPO 2000: Die kritischen Stimmen werden immer lauter. Besucherschwund und ein gigantisches Defizit, welches täglich wächst, wird auch von typisch deutscher Bürokraten-Denkweise genährt. Lesen Sie dazu den Kommentar von GA-Mitarbeiter Joachim Schweichler.

Lüchow/Hannover. Frühjahr 1981 in Florida. Zwei Bundesbürger nähern sich dem Parkplatz von Walt Disney World und werden freundlich in die Sektion GOOFY eingewiesen. Tagesgebühr: 50c. Ein Shuttle bringt uns zum Kassenbereich, nach sieben, acht Minuten haben wir unsere Zwei-Tage-Pässe zu je 19 US$ abzüglich Ermäßigung für "residents", ausgewiesen durch Floridas Drivers License. Das Abenteuer kann beginnen. In aller Ruhe schlendern wir durch diese Welt der Attraktionen und machen Ruhepausen in Restaurants und Cafés, ohne dabei geschröpft zu werden.
Drei Wochen vorher schriftlich anmelden
Spät abends nach dem Feuerwerk verlassen wir vergnügt diesen Entertainment-Park, der Spaß war den Eintritt durchaus wert. Übrigens waren wir an diesem Tage zwei von rund 240000 Besuchern!
Frühjahr 2000 in Deutschland: Die Weltausstellung EXPO 2000 unter dem Titel "Mensch, Natur, Technik" wird in Hannover eröffnet - und das Buchungssystem funktioniert nicht. Statt der erwarteten 250000 Besucher kommen nur 150.000 (davon 31.000 mit Freikarten), um sich von den Visionen und Präsentationen der beteiligten 170 Nationen in z. T. sehr ausgefallenen Pavillons gefangen nehmen zu lassen.
Die meisten Besucher geben positive Kommentare ab und viele wollen mindestens ein zweites Mal wiederkommen. Und dies trotz der, wie ich meine, zu hohen Preise - auch für Speis' und Trank (eine Bratwurst kann schon mal mit 9 DM zu Buche schlagen) - und trotz der bürokratischen Hürden, die das Management unverständlicherwiese aufgebaut hat.
Nur wer im Reisebüro oder am Post- bzw. Fahrkartenschalter bucht, kommt als Erwachsener mit stolzen 69,00 DM Eintrittsgeld davon. Kurzentschlossene Besucher werden an der Tageskasse mit 10,00 DM (bzw. 20,00 DM am Wochenende) "Strafe" belegt. Ein vorbestellter Parkplatz kostet wackere 20,00 DM. Jugendgruppen und Mitglieder von Jungfeuerwehren haben sich 3 (in Worten: drei!) Wochen vorher schriftlich mit Teilnehmerliste anzumelden, um in den Genuss eines auf 29,00 DM ermäßigten Tickets zu kommen. Ich kann mir nicht helfen; ich fühle mich irgendwie an Zwangsumtausch und Grenzabfertigung an der innerdeutschen Grenze unseligen Angedenkens erinnert. Und das kann ja wohl nicht die grandiose, multimediale Zukunft per Mausklick sein, in die wir einen Blick werfen wollen und sollen, wenn wir die mit einigem Steuergeld unterstützte EXPO 2000 besuchen.

 

EXPO: Über 100000 kamen zur Eröffnung
Weltausstellung in Hannover wurde vor kurzem eröffnet

Wider Erwarten hat es die EXPO-Gesellschaft, mit Birgit Breuel als Generalsekretärin an der Spitze, geschafft, die Zahl von über 100.000 Besuchern zur Eröffnung der ersten Weltausstellung in Hannover zu erreichen. Mit großem Bahnhof wurde die Schau der Superlative vorvergangene Woche eröffnet.

Hannover (tv). Weit abgeschirmt vom Publikum erhoffte sich Bundespräsident Johannes Rau in seiner Eröffnungsrede, dass die EXPO über alle Grenzen hinweg "die gemeinsame Verantwortung für eine Welt" begreifbar mache. Er wünschte allen spannende 153 Tage auf dem EXPO-Gelände.
Neben Birgit Breuel waren auch Bundeskanzler Gerhard Schröder und Niedersachsens Ministerpräsident Sigmar Gabriel anwesend, um vor allem den deutschen Pavillon zu besichtigen, der sich zum Hauptanziehungspunkt für die Besucher entwickelte.
Nach dem Hissen der "Bureau International des Expositions-" (B. I. E.)-Flagge, begleiteten die Gäste aus Politik und Wirtschaft Generalkommissarin Breuel über die 110000 Quadratmeter große EXPO-Plaza, umringt von Dutzenden Fotografen und Kameraleuten, die dafür sorgten, dass der Bundeskanzler kam etwas besichtigen konnte: Schliesslich gehört Schröder nicht zu den größten Menschen...
Unter dem Motto "Mensch-Natur-Technik" präsentiert sich die "neue Welt" multimedial und füllt damit den Bereich "Technik" ausreichend. Auch, wenn 125000 Sträucher gepflanzt wurden und viele Besucher mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisten, so kommt doch das Thema "Natur" doch reichlich kurz.
In Gesprächen mit Journalisten und Besuchern wurde deutlich, dass die Ausstellung über die Macht der Kommunikationstechnologie - für sich genommen - eine gewisse Faszination ausstrahlt, die inhaltliche Ausarbeitung jedoch kaum stattfindet.
Wer zur Weltausstellung möchte, sollte sich viel Zeit und einen prallen Geldbeutel mitnehmen. Zum Vergleich: Für eine Kugel Eis müssen 3 Mark berappt werden, die einfache Tageskarte kostet immerhin 69 DM.
Unmut gab es offensichtlich auch bei einigen, die die Bauten der Weltaustellung errichteten. Ein Bauarbeiter, der zuvor zu einem Buffet mit seinen Kollegen eingeladen worden war und auf dem Weg "strammstehen" musste, als der Kanzler vorbeikam, empörte sich: "Reicht es nicht, dass wir den Scheiß aufgebaut haben, jetzt müssen wir auch noch Spalier stehen..."

 

Bei Eigenbedarf - Fristen beachten
Beim häufigsten aller Kündigungsgründe Fallstricke prüfen

Köln (gms) - Eigenbedarf ist nach Angaben des Deutschen Mieterbundes (DMB) nach wie vor der häufigste Kündigungsgrund in Deutschland. Voraussetzung dafür ist, dass der Vermieter die Wohnung für sich selbst, für einen nahen Familienangehörigen oder eine zu seinem Hausstand gehörende Person, etwa eine Pflegekraft, benötigt. Nahe Angehörige sind Verwandte in gerader Linie, also Eltern und Kinder des Vermieters. Aber auch zu Gunsten von Enkelkindern oder Geschwistern kann der Vermieter wegen Eigenbedarfs kündigen.
Der bloße Wunsch, "in den eigenen vier Wänden" wohnen zu wollen, reicht für eine Eigenbedarfskündigung nicht aus. Der Vermieter muss vernünftige und nachvollziehbare Gründe für seinen Einzugswunsch beziehungsweise den des nahen Familienangehörigen haben.
Es kann der Vermieterwunsch sein, in der gekündigten Wohnung seinen Alterswohnsitz zu gründen oder die Wohnung einem Kind zur Verfügung zu stellen.
Unabhängig davon muss der Vermieter die gesetzlichen Kündigungsfristen beachten. Je nach Wohndauer des Mieters beträgt die Kündigungsfrist zwischen drei und zwölf Monaten. Der Mieter selbst kann der berechtigten Eigenbedarfskündigung gestützt auf die Sozialklausel widersprechen, wenn die Kündigung für ihn eine unzumutbare Härte darstellen würde.

 

Mehrzahl der Verbraucher für die Abschaffung des Rabattgesetzes
Nur jeder Vierte weiß um diese Möglichkeit Geld zu sparen

Bonn (gms) - Eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger ist für die Abschaffung von Rabattbeschränkungen. Bei einer repräsentativen Umfrage sprachen sich drei von vier Befragten dafür aus, dass im Einzelhandel höhere Rabatte als die derzeit zulässigen drei Prozent erlaubt sein sollten. Das teilt die "Initiative Mehr Bonus für Kunden" in Bonn mit. In der Organisation haben sich mehrere große Unternehmen zusammengeschlossen, die eine Streichung von Rabattgesetz und Zugabeverordnung fordern. Im April des Jahres hatte die rot-grüne Bundesregierung bestätigt, dass eine Abschaffung der beiden Regelungen geplant ist.
Dass es in Deutschland überhaupt Rabattbeschränkungen gibt, sei vielen nicht klar, so die Initiative weiter. Fast 60 Prozent der Befragten wissen eigenen Angaben zufolge nichts von dem Rabattgesetz, etwa 40 Prozent kennen die Vorschrift. Mehr als ein Drittel der Befragten hatte allerdings trotz des Verbotes schon erlebt, dass beim Einkauf einer höherer Preisnachlass gewährt wurde. Besonders häufig wurden großzügige Preisnachlässe gewährt beim Einkauf von Bekleidung, Elektrogeräten, Möbeln und Unterhaltungselektronik. Das Markforschungsinstitut Emnid in Bielefeld hatte im Auftrag der Organisation kürzlich rund 1 000 Bundesbürger befragt.

 

Pfusch am Bau
Beschwerden müssen eindeutig sein

Berlin (gms) - Wer mit den Leistungen von Handwerkern nicht zufrieden ist, muss seine Beschwerde unmissverständlich formulieren. "Drumherumreden" helfe gar nichts, warnt die Bundesgeschäftsstelle der Landesbausparkassen (LBS) in Berlin. Im Streitfall akzeptierten die Gerichte nur eindeutige Aussagen, wie jetzt ein Urteil des Bundesgerichtshofes gezeigt habe (Az.: VII ZR 456/98).
In dem verhandelten Fall hatte ein Bauherr für 65 000 Mark eine Firma mit dem Bau von Balkongeländern beauftragt. Bei Abschluss der Arbeiten entdeckte der Hauseigentümer etliche Mängel und fragte die Firma schriftlich, ob und wann sie zu Nachbesserungen bereit sei.
Die beauftragte Firma kam dem Wunsch nicht nach, der Bauherr zahlte im Gegenzug die Rechnung nicht. Nach jahrelangem Rechtsstreit entschied jetzt der Bundesgerichtshof, dass die Firma nach wie vor einen Anspruch auf Vergütung habe. Die bloße Frage, ob und wann nachgebessert werde, sei als Mängelrüge nicht ausreichend. Wer sich derart unklar ausdrücke, dürfe auch kein Geld zurückbehalten.

 

Garagenkosten: Wie diese einfordern?

Herne (gms) - Wenn eine Firma ihrem Angestellten die Garagenkosten für die Unterbringung seines Firmenwagens erstattet, stellt diese Erstattung Arbeitslohn dar, für den Lohnsteuer gezahlt werden muss. Das gilt allerdings nur, so weit der Firmenwagen privat genutzt wird. Gibt es hierzu keine Unterlagen wie zum Beispiel ein Fahrtenbuch, so kann das Finanzamt den Anteil mit 25 Prozent ansetzen. Das berichtet die in Herne erscheinende Fachzeitschrift "Neue Wirtschafts-Briefe" unter Hinweis auf ein Urteil des Finanzgerichtes Hamburg (Az.: I 1142/97). Gegen das Urteil ist noch ein Revisionsverfahren beim Bundesfinanzhof in München anhängig.

 

Ameisen im Wohnbereich!

(gms) - Ameisen, Stubenfliegen, Motten und andere Insekten entwickeln sich jetzt in vielen Häusern wieder zur Plage. Doch Ungeziefer muss nicht unbedingt mit der "chemischen Keule" bekämpft werden. Häufig reichen gesundheits- und umweltverträglichere biologische Methoden aus, heißt es bei der Verbraucher-Zentrale Sachsen (VZS) in Leipzig.
Als erste Hilfe gegen Ameisen habe sich der Staubsauger bewährt. Anschließend sollten die Zugänge, durch die die Insekten ins Haus kommen, mit Kitt oder Lehm abgedichtet werden. Ideale Mottenabwehr sind unter anderem Lavendel, Zedernholzscheiben oder getrockneter Rosmarin, die in einem kleinen Beutel zwischen die Kleider gelegt werden.
Einen Überblick über empfehlenswerte Schädlingsbekämpfungsmittel gibt die von der VZS herausgegebene Broschüre "Schädlingsbekämpfung im Haushalt ohne Chemie". Das 43-seitige Heft kann zum Preis von 8,50 Mark bestellt werden beim Beratungszentrum der Verbraucher-Zentrale Sachsen, Scherlstraße 18, 04103 Leipzig, oder telefonisch unter der Rufnummer 0190/79 77 75 (2,42 Mark pro Minute).

 

Immer häufiger greifen die Kunden zur Kunststoffflasche

Neuwied (gms) - Immer mehr Verbraucher in Deutschland bevorzugen leichte, bruchsichere Verpackungen. Bei Erfrischungsgetränken greifen inzwischen 46 Prozent zu den sogenannten PET-Flaschen. Das berichtet die Fachzeitschrift "Lebensmittel Praxis" (Ausgabe 11/2000) unter Berufung auf eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg. Insgesamt liegt der Anteil der Kunststoffverpackungen bei Getränken demnach bei 14,2 Prozent. Attraktiv seien die PET-Flaschen vor allem wegen ihrer hohen Bruchsicherheit und des im Vergleich zu Glas geringeren Gewichts, so das Ergebnis der Umfrage unter insgesamt 2 511 Personen. Europaweit habe die PET-Menge im vergangenem Jahr um zwölf Prozent zugelegt.

 

Fassaden bewährt und gut sanieren
... mit dem witterungsfesten Isolierklinker-System von Haacke

Celle/Uelzen. Die allgemeinen Witterungsbedingungen aber auch die zunehmende Umweltbelastung der letzten Jahre und Jahrzehnte hat auf vielen Hausfassaden Ihre Spuren hinterlassen. Zudem wurden häufig durch falsche Maßnahmen in der Vergangenheit Bauschäden quasi vorprogrammiert, indem beispielsweise Innendämmungen eingebaut wurden, ohne vorher mit einer Tauwasserberechnung zu prüfen, ob diese Maßnahme tatsächlich geeignet ist.
Eindringender Schlagregen und damit verbundene Feuchtigkeitsschäden, Algen- u/ Moosbefall, Rissbildunsen, Tauwasseranfall in der Wand, etc. sind hier nur einige der häufig anzutreffenden Erscheinungsbilder bei älteren Putz- und Klinkerfassaden.
Vielfach bleibt dann als einzige Sanierungsmöglichkeit nur die Montage einer neuen Fassade. Als optimale Variante haben sich hier Isolier-Klinker-Systeme erwiesen. Solche Systeme, wie der Haacke-Isotierklinker, bestehen aus einer Wärmedämmung wie z.B. Styropor sowie aufgebrachten Markenklinkern. Im Unterschied zu der herkömmlichen Vormauerurig tragen Isolierklinker-Systeme trotz deutlich besserer Wärmedämmung weniger stark auf, so dass der Lichteinfall an den Fenstern nur unwesentlich reduziert wird.
Auch der Dachüberstand muss in der Regel nicht verbreitert werden, so dass auch hierfür keine zusätzlichen Kosten anfallen, Für die Hausecken und Fenstereinfassungen werden passende Fenster- u. Hausecken sowie Rollschichtelemente angeboten. Die Plattenstöße verrügen über Nut-Federverbindungen bzw. Überlappungen um Kältebrücken generell auszuschließen. Die einzelnen Elemente werden über die eingeschäumten Distanzbuchsen jeweils direkt auf das vorhandene Mauerwerk geschraubt, so dass keine Fundamentverbreiterungen erforderlich sind. Zudem sorgt die außen befindliche Wärmedämmung für eine deutlich bessere Dampfdiffusion.
Die Firma Haacke produziert und vertreibt dieses System seit nunmehr 40 Jahren den beliebten Haacke-Isolier-Klinker. Da die Montage auch vom handwerklich geschickten Laien möglich ist, wird dieses System in den letzten Jahren auch verstärkt in Eigenregie angebaut.
Weitere Informationen erhalten Sie telefonisch unter 05141/805121 oder direkt im Werk von montags bis freitags (8.00 - 17.00 Uhr) HAACKE + HAACKE GmbH + Co., 29227 Celle, Am Ohlhorstberge 3, Tel.: 0 51 41 / 80 51 21, Fax: 0 51 41 / 8051 24.

 

Bitte Vorsicht auf der eigenen Baustelle!
Bauherren sollten die Baustellenverordnung beachten

Lüneburg. "Vorsicht, Baustelle!" Dieses Motto sollten sich alle Bauherren, auch private, zu Herzen nehmen, denn die neue Baustelfenverordnung beinhaltet Pflichten, deren Nichtbeachtung, unversehens unter Umständen teure Konsequenzen haben kann.
So müssen sich alle Bauherren auch um den Arbeitsschutz, auf ihren Baustellen kümmern. Da diese im Juli 1998 erlassene Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen, kurz Baustellenverordnung, vielen Bauherren unbekannt ist, möchte die Bezirksregierung Lüneburg darauf aufmerksam machen. Die Baustellenverordnung wurde aufgrund des Arbeitsschutzgesetzes erlassen und setzt damit eine Anforderung aus dem EU-Recht in nationales Recht um. Die in der Verordnung normierten Gebote gelten für alle Baustellen, an denen eine oder mehrere bauliche Anlagen errichtet, geändert oder abgebrochen werden.
Unabhängig von der Größe der Baustelle hat jeder Bauherr dafür zu sorgen, dass bei der Planung der Ausführung eines Bauvorhabens, insbesondere bei der Einteilung der Arbeiten, die gleichzeitig oder nacheinander durchgeführt werden, und bei der Bemessung der entsprechenden Ausführungszeiten für diese Arbeiten die allgemeinen Grundsätze des Arbeitsschutzgesetzes berücksichtigt werdern.
Ist zu erwarten, dass auf der Baustelle die voraussichtliche Dauer der Arbeiten mehr als 30 Arbeitstage beträgt und mehr als 20 Beschäftigte gleichzeitig tätig werden, oder der Umfang der Arbeiten voraussichtlich 500 Personentage überschreitet, ist dem zuständigen Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt spätestens zwei Wochen vor Einrichtung der Baustelle eine Vorankündigung zu übermitteln, die mindestens die in der Verordnung genannten Angaben (Ort der Baustelle, Name unct Anschrift des Bauherren, Art des Bauvorhabens, Name und Anschrift des anstelle des Bauherren verantwortlichen Dritten, Name und Anschrift des Koordinatars, voraussichtlichen Beginn und Dauer der Arbeiten usw.) enthalten muss.
Die Vorankündigung muss auf der Baustelle sichtbar aushängen. Darüber hinaus muss bei bestimmten in der Verordnung genannten besonders gefährlichen Tätigkeiten auf der Baustelle ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan aufgestellt werden.
Werden auf Baustellen Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber tätig, sind ein oder mehrere Koordinatoren zu bestellen. Entsprechend den EU-rechtlichen Vorgaben richtet sich diese Vorschrift an alle Personen, die als Bauherren in Erscheinung treten. Unmaßgeblich dabei ist, ob es sich um private oder öffentliche Vorhaben handelt.
Wenn sich der Bauherr nicht in der Lage sieht, die ihm obliegenden Pflichten zu erfülJen, können diese durch Vertrag auf eine geeignete dritte Person übertragen werden. Verstöße gegen die Vorschriften der Verordnung können mit einem Bußgeld von bis zu 10000 Mark geahndet werden. Für weitergehende Fragen stehen die Staatlichen Gewerbeaufsichtsämfer in Celle und Lüneburg zur Verfügung.

 

Hundertwassers blaue Mauritius
"Die" Briefmarke in der Ausstellung in Uelzen

Uelzen (bk). Er habe die kleinen bunten Bildchen, die auf einem Brief durch die ganze Welt reisen, schon immer geliebt, schreibt Friedensreich Hundertwasser im Jahre 1979. Und im Gymnasium hatte er sogar ein Gedicht auf die Briefmarke verfasst!
Man stelle sich den kleinen Jungen vor, der damals noch Fritz Stowasser hieß, der einfach Briefe an exotisch klingende Städte in der ganzen Welt verschickte, in der Hoffnung, eine Antwort - und damit auch eine farbige Botschaft - zu erhalten.
Heute gibt es 21 Motive, die den typischen Stil des Wiener Malers um den Erdball tragen. Sie alle sind in der Hundertwasser-Ausstellung in Uelzen zu sehen. Im Original, als Ersttagsbrief oder mit Ersttagsstempel, beginnend mit einer für Kuba aus dem Jahre 1967. Es sind keine Reproduktionen seiner Bilder, denn der Künstler entwarf für seine Lieblingssammelobjekte immer Motive neu, die im Entwurf auch eine Werknummer bekamen.
Außer für die Karibische Republik gibt es die begehrten Postwertzeichen für Österreich, den Senegal, die Vereinten Nationen, die Kapverdischen Inseln, Liechtenstein und Luxemburg.
So ist zum Beispiel die für den Europarat entworfene Marke ein Symbol für das friedliche Zusammenleben aller Völker und Rassen in der Welt. Sie zeigt eine Reihe ,,Porträts" von Menschen schwarzer, weißer, gelber und ,,roter" Hautfarbe in trautem Miteinander. In der Ausstellung sind aber auch Entwürfe zu sehen, die der Künstler nach dem Andruck noch weiter entwickelte, und die erste Variante nicht auf dem Markt zu ließ: Eine ,,Blaue Mauritius" à la Hundertwasser.
Mit den geschaffenen Briefmarken hat sich der Meister einen Traum erfüllt, Bilder aus einer fernen Welt nach Hause holen zu können. Kleine Motive, die erzählen von fremden Menschen, exotischen Landschaften, Sitten und Gebräuchen.
Im Sommer diesen Jahres erscheint in Österreich eine Marke mit dem 22. und letzten Motiv des Künstlers. Andere wird es nicht geben, denn Hundertwasser hat untersagt, dass seine Bilder zum Briefmarkenmotiv gemacht werden.

 

Privat-Sammler stellt seine Hundertwasser-Werke aus
Neue Exponate in der Hundertwasser-Ausstellung zu sehen

Uelzen (rs). Von seinem Besuch in Uelzen begeistert stellte ein privater Sammler aus Wien spontan zwei Stücke seiner Sammlung für "HUNDERTWASSER - DIE AUSSTELLUNG" zur Verfügung.
Bei den beiden Exponaten handelt es sich um seltene signierte Probedrucke mehrfarbiger Radierungen aus dem Jahr 1982 ("Die Bäume sind die Blumen des Guten" (HWG 81) sowie "Dach der Sehnsucht" (HWG 82)).

 

Ein bunter Kunstbus mehr
Braunschweiger RBB fährt jetzt auch mit einem Hundertwasser-Motiv

Uelzen (bk). Die Geschichte ist sieben Jahre alt: Vom 18. Februar bis zum 1. April 1993 trugen 4 000 Busse ein Großplakat von New York aus durch ganz Amerika. Wieder einmal das umfassend-vielfältige Engagement des Wiener Künstlers Hundertwasser demonstrierend.
,,We live in paradise, don't destroy"- "Wir leben im Paradies, zerstört es nicht" - war die Botschaft, die jetzt, natürlich mit ,,Lizenz" , auch auf einem Kunstbus des Braunschweiger Busunternehmens RBB durch unsere Lande fährt. In der vergangenen Woche brachte das Gefährt von Hamburg Ausstellungsbesucher in die Uhlenköperstadt. Es gibt kaum Passenderes: Mit dem Hundertwasser-Bus zu entsprechenden Ausstellung, die sich mehr und mehr zum Publikumsmagnet entwickelt.
Die Besucherzahlenbilanz der größten Hundertwasserausstellung auf deutschem Boden bewegt sich mit großen Schritten in Richtung 10 000, wie von einem zufriedenen Wolfgang Schmidt, dem Chef des Event Art Teams, kürzlich zu erfahren war.

 

Hinrich Alpers & Meike Bertramwurden zweite Bundessieger
Hervorragender Erfolg für das Uelzener Kammerkonzert-Duo

Uelzen/Berlin (rs). In einer der vorangegangenen Ausgaben portraitierte der Uelzener General-Anzeiger den jungen Klavier-Virtuosen Hinrich Alpers (18). In der vergangenen Woche machte der Uelzener erneut von sich Reden: Alpers konzertierte (am Klavier gemeinsam mit der 17-jährigen Violinistin Meike Bertram (Geige) als Landesssiegerduo Niedersachsens in der Altersklasse V beim Bundesentscheid des Wettbewerbs "Jugend musiziert 2000" in Berlin.
Etwa 2000 Preisträger traten dabei an. In der schweren Sparte Klavier/ Geige (Kammerkonzertmusik) gelang den Uelzenern in ihrer Altersklasse (17- bis 18-Jährige), bei der 34 Paare vorspielten, ein hervorragender zweiten Platz zu erreichen. Lediglich vier Paare erspielten sich bessere Noten. Am vergangenen Freitag wurden Meike Bertram und Hinrich Alpers sowie die anderen Qualifikanten vom Bundespräsidenten empfangen.

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